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Sylter Rundschau

10. Dezember 2016 | 00:19 Uhr

Pfingsten auf Sylt : Neue Verkehrsführung zeigt Wirkung: Freie Fahrt zum Autozug

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Trotz Rückreiseverkehrs blieb die Situation in Westerland entspannt - im Vergleich zum Himmelfahrtswochenende.

Westerland | Ortstermin Autoverladung: Montagvormittag machten sich der Bürgermeister der Gemeinde Sylt, Nikolas Häckel, und Bürgervorsteher Peter Schnittgard persönlich am Sylt Shuttle Terminal ein Bild von der Verkehrssituation am Autozug. Sie wollten mit eigenen Augen sehen, ob die neue Verkehrsführung für den Abreiseverkehr Wirkung zeigt. Denn nachdem ein Megastau nach dem vergangenen Himmelfahrtswochenende den Verkehr in der Westerländer Innenstadt lahm legte, entwickelte ein runder Tisch aus Politik und Verwaltung, Polizei, Marketing, Verbänden, Unternehmern und Anliegern in einer Blitzaktion ein Konzept, um das hohe Verkehrsaufkommen zu bewältigen.

Und dieses Konzept scheint - jedenfalls am Montag - aufgegangen zu sein: „Die Voraussetzungen, die geschaffen worden sind, haben gegriffen“, sagte Bürgervorsteher Peter Schnittgard zufrieden und blickte auf die leeren Reihen der Autoverladung. „Diese Tatsache lehrt uns: Man kann etwas bewirken, man muss dazu einfach nur zusammenkommen!“

Bürgermeister Nikolas Häckel weiß, dass an der Lösung des Verkehrsproblems alle Beteiligten mitgewirkt haben: „Die Bahn hat Züge von RDC aufgefangen und der Bauhof und die Baufirmen haben an einem einzigen Tag alle Verkehrsschilder aufgestellt.“ Außerdem hätten sich, von wenigen Ausnahmen einmal abgesehen, Sylter und Sylt-Gäste an den Appell der Gemeinde gehalten, ausschließlich den ausgeschilderten Strecken zu folgen. „Dieser Appell war wichtig und hat seine Wirkung gezeigt“, so der Bürgermeister. Darüber hinaus hätten viele Gäste aufgrund der Bekanntmachungen nicht die sonst besonders stark frequentierten Morgenstunden des Pfingstmontags für ihre Abreise gewählt, sodass sich der Verkehr entzerren konnte.

Von der Entzerrung des Verkehrs profitierte auch Familie Kapherr aus Seevetal: „Wir dachten eigentlich, wir müssen heute zwei bis drei Stunden im Stau stehen“, sagte Fabian von Kapherr erleichtert, „aber da lagen wir völlig falsch und sind darüber selbst überrascht.“ Der Weg zum Autozug sei zwar etwas länger als sonst gewesen, von Kapherr sei den Schildern aber korrekt gefolgt und stand plötzlich an der Autoverladung ganz vorne. Ohne Wartezeit.

Die Gemeinde will auch in Zukunft die Autofahrer dazu aufrufen, sich an die Verkehrsführung zu halten: „Einige Schlaumeier denken, sie könnten das System überlisten“, sagt Häckel augenzwinkernd, „wir appellieren aber auch an diese ‚Insider‘, sich an die Beschilderung zu halten. Denn auch wir haben Insider-Wissen, das in unsere Planung eingeflossen ist, und Schleichwege sind bei hohem Verkehrsaufkommen dann nicht mehr möglich.“

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erstellt am 16.Mai.2016 | 17:31 Uhr

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