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Sylter Rundschau

08. Dezember 2016 | 03:08 Uhr

Green Screen-Festival : Naturfilmfestival begeistert Sylter Publikum

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Drei Filme – viele Emotionen: Am Sonnabend wurden über 100 Zuschauer beim Green Screen Naturfilmfestival in List mit in ferne Länder genommen.

Ein guter Naturfilm führt im besten Fall zu vielen Emotionen. Man lacht, ist beeindruckt, gerührt und traurig – und das alles in etwa 45 Minuten. Die Zuschauer des Green Screen Naturfilm-Festivals, das am vergangenen Sonnabend vom schleswig-holsteinischen Zeitungsverlag (sh:z) zum sechsten Mal im Erlebniszentrum Naturgewalten veranstaltet wurde, konnten diese große Bandbreite an Gefühlen erleben: Ein kleines Straußen-Baby kippt tollpatschig um? Das Lachen der Zuschauer erhellte den Raum. Ein Schneeeulen-Junges verhungert im Nest? Viele seufzten ungeniert. Und als ein Sprecher von jahrhundertealten Überlieferungen Indigener Völker im Amazonas erzählte, war es mucksmäuschenstill und das Publikum schaute gespannt auf die Leinwand.

Über 100 Naturfilm-Freunde waren zu der sechsten Auflage des Filmfestivals nach List gekommen, um drei Filme zu sehen, die eine Fachjury im Vorfeld ausgesucht hatte – und über die per Stimmkarte abzustimmen war. Neben Sylt macht das Festival in 14 weiteren Orten Schleswig-Holsteins Halt und am Ende winken dem Filmemacher mit den meisten Stimmen der begehrte Publikumspreis.

Unter den Zuschauern in List waren auch Sophia (11) aus Heidelberg und Rebecca (13) aus Erlangen. Die beiden Mädchen sind seit vielen Jahren große Fans des Festivals, richten sogar ihren Urlaub nach dem Termin und freuen sich immer riesig auf die „sehr interessanten Filme“, wie sie sagen.

Rebecca war zum sechsten Mal dabei, Sophia zum vierten Mal - und natürlich sitzen die Freundinnen mit ihren Familien gleich in der ersten Reihe, um nichts zu verpassen. Der erste Film handelte von der Reise der Schneeeulen. Er nahm die Zuschauer mit auf den abenteuerlichen Weg der faszinierenden Tiere vom hohen Norden bis nach Mitteleuropa.

Der zweite Film hieß „Tiermythen - die Kinder des rosa Delfins“ und führte die Zuschauer nach Südamerika zu einem im Amazonas lebenden Tier, das eine magische Anziehungskraft auf Frauen haben soll. Die Indianer an den Ufern des großen Stroms glauben fest an die magische Kraft des rosa Flussdelfins. Die Erzählungen der Stammesältesten und Schamanen unterscheiden nicht zwischen Mensch und Tier, denn Seelen können wandern.

Im Dritten gezeigten Film ging es nach Namibia zum Vogelstrauß. Die extrem trockenen Wüsten im Südwesten Afrikas sind der Schauplatz eines dramatischen Wettlaufes der Natur: Strauße müssen den richtigen Zeitpunkt zum Brüten wählen, damit ihre Jungen kurz vor Beginn der Regenzeit schlüpfen. Nur dann gibt es ausreichend Wasser und Futter, und die Chancen steigen, dass ihr Nachwuchs überlebt.

Welcher Film gewonnen hat, wird sich im September entscheiden, wenn der Publikumspreis des sh:z neben den weiteren Green-Screen-Preisen auf der Preis-Gala am 17. September in der Eckernförder Stadthalle verliehen wird. Auf Sylt gab es keinen eindeutigen Sieger: Während Sophia ganz klar die Geschichte des rosa Flussdelfins favorisierte, war Rebecca noch unentschlossen. Bei Familie Cyrkel, die ebenfalls in der ersten Reihe saß, war für Mutter Sandra die Geschichte über den Vogelstrauß der Gewinner des Abends. Aber auch, wenn es bei den Filmen unterschiedliche Meinungen gab: Bei allen überwog die Freude über den faszinierenden Abend: „Schön, dass uns diese Filme nicht vorenthalten wurde“, sagte Vater Andree nach drei Stunden Tierfilmen begeistert.

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erstellt am 22.Aug.2016 | 05:45 Uhr

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