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Sylter Rundschau

07. Dezember 2016 | 21:25 Uhr

„Morsum steht am Scheideweg“

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Eine Veranstaltung lud zum Gedankenaustausch über die Entwicklung des Dorfes

Bilanz und Ausblick, Historie und Zukunft, Meinungsfindung und eine lebhafte Diskussion: All dies prägte einen Abend, zu dem die Morsumer Kulturfreunde eingeladen hatten, und der unter zwei Vorzeichen stand: Zum einen die Finissage der Ausstellung „Morsum im Wandel der Zeit“, zum anderen ein Gedankenaustausch über die künftige Entwicklung des Dorfes.

Gut drei Monate lang hatte eine umfangreiche Präsentation auf der Galerie des Muasem Hüs die Ära des Dorfes von 1850 bis zur Gegenwart beleuchtet. „Die Ausstellung war durchweg gut besucht, dazu gab es sechs Führungen mit bis zu 28 Teilnehmern“, erläuterte Alfred Bartling, der das aufwändige Projekt gemeinsam mit Eberhard Rohde und Holdi Schmitz konzipiert hatte.

Dieses Engagement fand auch die Würdigung der Vereinsvorsitzenden: „Ihr habt Morsums Geschichte Leben eingehaucht“, lobte Maren Ehmke. Viele der Besucher, berichtete Holdi Schmitz, hätten die Frage gestellt: Wie soll es mit dem Entwicklung des Dorfes weitergehen? „Wir stehen an einem Scheideweg – kann die Ursprünglichkeit bewahrt werden oder wird Morsum ausverkauft und entfremdet?“

Der Weg ist bekanntlich das Ziel – doch die Suche nach dem Weg, Morsums Interessen zu vertreten, gestaltete sich schwierig: In lebhaften Diskussionen erwog oder verwarf das Auditorium Idee, wie die Meinungen der Bürger gebündelt werden könnten.

Ein zentraler Vorschlag lautete, einen Arbeitskreis zu bilden, der altersübergreifend zu besetzen sei. Dieser könnte Vorschläge zu wichtigen Themen – beispielsweise die Folgenutzung der Schule – erarbeiten und etwa durch eine Postwurfsendung an alle Haushalte ein repräsentatives Meinungsbild erfassen.
„Für das Projekt ‘Keitum im Dialog‘ hat die Gemeinde viel Geld ausgegeben. Da sollte dies wohl auch in Morsum möglich sein, wobei der finanzielle Bedarf bei einer Abfrage per Postwurfsendung deutlich günstiger ausfallen würde“, betonte Alfred Bartling.

Alternativ wurde erwogen, eine Sondersitzung des Ortsbeirats einzuberufen oder aber dem Ortsbeirat gänzlich die Regie zu überlassen. Alle Ideen fanden jedoch gleichermaßen Zuspruch und Ablehnung. „Es ist jedoch wichtig, dass man sich dem Bürger wieder nähert“, unterstrich Holdi Schmitz abschließend.

Für kritische Stimmen sorgte an diesem Abend die Tatsache, dass mit Holger Weirup nur ein einziges Mitglied des Ortsbeirats Präsenz zeigte; mit Eberhard Eberle und Mathias Lauritzen hatten sich zumindest aber auch noch zwei Gemeindevertreter zur Runde gesellt.

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erstellt am 09.Okt.2016 | 16:55 Uhr

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