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Sylter Rundschau

26. August 2016 | 12:10 Uhr

Sturmschäden auf Sylt : Mit Video: Die Hörnum-Odde ist kurz vorm Durchbruch

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Nur noch wenige Meter, dann hat sich das Meer einen Weg durch die Hörnumer Odde auf Sylt gebahnt.

Hörnum | Der blanke Hans hat sie schon fast geholt: Durch den Sturm der vergangenen Tage näherte sich das Ende der Hörnumer Odde in rapider Geschwindigkeit. Das Wasser bahnte sich seinen Weg über die ehemalige Dünenlandschaft und trennte den südlichsten Teil der Odde nun fast vom Rest der Insel. Auf Sylt und in den sozialen Netzwerken trauerten Insulaner und Gäste um das beliebte Ausflugsziel auf Sylt.

Auch aus Sicht des Touristikers wird das Ende der Hörnumer Odde bedauert: „Die Odde hat für die Insel eine hohe touristische Bedeutung“, findet Moritz Luft, Leiter der Sylt Marketing GmbH. „Wie die Wanderung um den Lister Ellenbogen gehört für viele Sylt-Gäste auch der Spaziergang um die Odde zum Urlaub dazu. Sie ist einfach ein wesentlicher Teil der Insel“ Deshalb bedauere er das nahende Ende der Odde sehr – auch wenn er gleichzeitig die Haltung des Landes zu diesem Sandzipfel verstehen kann. Dort hat man die Priorität darauf gelegt, die Hörnumer Ortslage zu schützen und die Naturlandschaft Odde der Natur zu überlassen.

Innerhalb weniger Monate hat sich die Lage an der Odde deutlich verschlechtert.
Innerhalb weniger Monate hat sich die Lage an der Odde deutlich verschlechtert.

Dass eine der Maßnahmen zum Schutz von Hörnum, nämlich die Verlängerung der Tetrapoden am Längswerk, maßgeblich zum beschleunigten Ende beigetragen hat, davon ist man auf der Insel überzeugt. „Ich hätte es besser gefunden, wenn man dafür einen anderen Weg gefunden hätte“, sagt so auch Ingo Dehn, der den Hörnumer Supermarkt betreibt. „Ich finde es schon schlimm, dass die Odde geopfert wurde. Solche Dünen werden zu unserer Lebzeit ja nicht noch einmal entstehen. Um die touristischen Folgen des Odde-Verlusts sorgt sich Dehn aber nicht: Auch dann könne man am Hörnumer Strand noch gut spazieren gehen. Dass durch die Veränderung der Südspitze weniger Hörnum-Gäste kommen könnten, kann sich Ulrike Lund vom Café Lund in Hörnum dagegen schon vorstellen. „Die Odde ist eine unserer wichtigsten Sehenswürdigkeiten im Süden“, sagt die Gastronomin betroffen, „es gehört für viele Gäste einfach dazu, dort einen Spaziergang zu machen. Davon hat der Ort immer profitiert.“

 

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erstellt am 20.Nov.2015 | 10:04 Uhr

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