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Sylter Rundschau

30. September 2016 | 23:57 Uhr

Wohngeld auf Sylt : Mehr Wohngeld für Sylts Geringverdiener

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Gute Nachrichten für Geringverdiener: Sylt wird von Mietstufe zwei auf Stufe sechs heraufgestuft.

Alle Sylter Wohngeldempfänger erhalten ab dem 1. Januar höhere Leistungen: Von Stufe zwei wird das Wohngeld ab dem kommenden Jahr auf die bundesweit höchste Stufe sechs heraufgestuft. Ein Ein-Personen-Haushalt erhält demnach künftig anstatt 308 Euro einen Höchstbetrag von 522 Euro.

Zum Hintergrund: Wohngeld ist ein staatlicher Mietzuschuss für Geringverdiener. Wie viel Wohngeld jemandem zusteht, hängt von der Größe des Haushalts, dem Haushaltseinkommen und dem Mietniveau am Wohnort ab. Letzteres ist in sechs Mietstufen unterteilt. Bisher landete Sylt in diesem Ranking regelmäßig in der für Nordfriesland (ohne Husum) geltenden Stufe zwei - also der zweitniedrigsten. Die Quadratmeter-Durchschnittspreise liegt auf der Insel allerdings bei stattlichen 18.12 Euro. Zum Vergleich: In Pinneberg, wo ebenfalls Wohngeldstufe sechs gilt, liegt der Durchschnittspreis bei 7,47 Euro. 2015 bezogen auf der Insel - abhängig von der Jahreszeit - monatlich zwischen 80 und 100 Familien Wohngeld, damit sie ihre Miete bezahlen können.

Die Fraktion der Insulaner-Piraten, die sich im Vorfeld für die Heraufstufung des Wohngeldes einsetzten, freut sich über die Entscheidung des Bundes, allerdings mit Einschränkungen: „Es ist schon ein großer Schritt nach vorne“, sagt Christian Thiessen, „dennoch ist und bleibt die Lage bei Mieten, die auf der Insel doppelt so hoch sind wie auf dem Festland, immernoch schwierig.“

Wer im Januar erstmals Wohngeld erhalten will, muss die Leistung bis Ende Januar 2016 bei der Kommune beantragen. Wer die Leistung schon bekommt, kann automatisch mit der Erhöhung rechnen.

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Sylter Rundschau-Redakteurin Julia Nieß von
erstellt am 09.Dez.2015 | 18:24 Uhr

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