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Sylter Rundschau

24. Mai 2016 | 17:42 Uhr

Immobiliemarkt : Makler auf Sylt: Der Inselsüden ist im Kommen

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Neue Trends auf dem Sylter Immobilienmarkt: Makler sehen Hörnum im Aufwind.

„Teurer geht’s nicht“ meldete der NDR Anfang dieser Woche – und berichtete über ein eher schlicht wirkendes Einfamilienhaus am Keitumer Watt, das für mehr als elf Millionen Euro zum Kauf angeboten wurde. Damit sei der reetgedeckte Backsteinbau, zumindest laut Auskunft des Immobilienverbands Deutschland (IVD), das derzeit teuerste Haus auf dem norddeutschen Markt. Nach dem berühmten „Haus Waterküken“ in Kampen jetzt also ein Objekt im grünen Herz der Insel ganz oben auf der Top-Preisliste: Läuft Keitum Kampen den Rang ab? Gibt es einen neuen Trend auf dem Immobilienmarkt der Insel? Die Sylter Rundschau hat sich bei Maklern erkundigt.

„In Kampen sind die Preise schon seit Jahren stabil: Auf einem hohem Niveau, das aber gehalten wird“, sagt Immobilienkaufmann Peter Peters, der auch das exklusive Keitumer Objekt in seinem Portfolio hat. „Aber Keitum hat aufgeholt, ist im Interesse der Käufer deutlich gestiegen.“ Besonders Wattlagen seien „super gefragt“, für den Ort im Inselosten spreche aber vor allem das „zum Glück noch intakte Dorfleben“ und die Ansiedlung neuer attraktiver Angebote wie dem Severin’s Spa. Ähnliches, berichtet Peters, gelte auch für Wenningstedt: „Dort fühlen sich die Interessenten gut aufgehoben. Unterstützt durch eine gute Politik von Bürgermeisterin Katrin Fifeik, die die unerträgliche und überflüssige Entwicklung in Sachen 40/60-Regelung ausdrücklich nicht mitmacht.“ Aber ebenso der Inselsüden habe sich mittlerweile zu einer ersten Adresse entwickelt: „Hörnum ist eindeutig im Kommen: Zum Beispiel in der Kersig-Siedlung gibt es ganz wunderbare Häuser mit freiem Blick von den Dünen auf die Nordsee. Das ist noch echtes Inselfeeling, wie es sich die Käufer wünschen“, so Immobilienmakler Peters.

Der Immobilienmarkt auf Sylt sei ja grundsätzlich in ständiger Bewegung, bestätigt Christiane Klokow von Densch & Schmidt-Immobilien. An der Spitze bei Eigentumswohnungen stünden nach wie vor Westerland und Wenningstedt, Hausobjekte liefen besonders gut in Kampen, Keitum und Braderup. „Aber es gibt schon einen Trend zur Veränderung im Moment. Vor allem in Hörnum geht noch was ...“ Die Immobilien-Kauffrau berichtet, immer mehr Kunden würden ganz gezielt nach Häusern oder Wohnungen nur in Inselsüden fragen. „Für Interessenten ist Hörnum, wie auch List, das typischere Sylt: mit seiner Natur, den Dünen und der Nähe zum Strand.“ Hinzu käme, dass der Ort hinsichtlich Gastronomie und Serviceleistung deutlich aufgeholt habe. Während die Preise im Norden sich jedoch schon seit Längerem auf höherem Inselniveau bewegen würden, sei es in Hörnum noch möglich, kleinere ältere Objekte zu günstigeren Preisen zu erwerben.

„Kampen läuft immer gut, 2015 sogar noch besser als in den Vorjahren“, sagt dagegen Silke Hagenah von Engel & Völkers. Exklusive hochpreisige Häuser wären aber überall auf der Insel gefragt, in Keitum seien allerdings zu wenig solcher Objekte auf dem Markt, so die Immobilienmaklerin. Einen allgemeinen Trend in den Inselsüden könne sie zur Zeit zwar nicht erkennen, aber: „Es gibt schon absolute Hörnum-Liebhaber, die ganz bewusst dorthin und nur dorthin wollen.“ Finanziell könne sich das durchaus lohnen, so Silke Hagenah. „Es gibt ein gleiches Qualitätsniveau, aber noch deutliche Preisunterschiede zu Kampen oder Keitum.“

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erstellt am 13.Feb.2016 | 18:43 Uhr

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