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Sylts Inselmaler 2017 : Lila Wolken in der Stadtgalerie

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Der diesjährige Inselmaler ist der niederländische Künstler Sebastiaan Spit aus Den Haag.

Petra Nies, die Vorsitzender der Sylter Kunstfreunde, war eigentlich nur auf der Durchreise nach England, als sie auf der Messe „Art The Hague“ im holländischen Den Haag die Bilder eines Künstlers sah, den sie unbedingt kennen lernen wollte. „Denn welches Thema passt besser nach Sylt als Wolken?!“, erinnert sie sich lachend. Den Künstler traf sie damals zwar noch nicht persönlich, aber die Entscheidung für Sebastiaan Spit als Inselmaler 2017 war schon aufgrund seiner Bilder für die Vorsitzende der Sylter Kunstfreunde schnell gefallen.

Als sie sich dann zum ersten Mal trafen war klar, dass nicht nur seine Bilder gefallen, auch menschlich stimmt die Chemie zwischen den Sylter Kunstfreunden und dem sympathischen Niederländer, der vom 3. Juli bis zum 29. Juli in der Stadtgalerie „Alte Post“ in Westerland ausstellen wird.

Das große Thema der Ausstellung: Wolken. Sebastiaan Spit beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem Motiv des Himmels und bezieht sich damit auf eine niederländische Bildtradition des 17. Jahrhunderts. Denn die Niederlande ist berühmt für die alten Meister, die wunderbare Wolkenhimmel gemalt haben und die naturnahe Abbildung der Landschaft in der Malerei war eine Revolution in der Kunst.

Sebastiaan Spit wird für seine Ausstellung nun den Sylter Himmel in die Stadtgalerie holen, gemalt mit Öl auf Leinwand. „Ich male seit über 20 Jahren Wolken und sehe sie als abstrakte Teile der Landschaft. Sie sind nicht formfest, verändern sich ständig – auch wenn sie ein fester Bestandteil des Himmels und der Landschaft sind.“

Eine Besonderheit wird seine Ausstellung von denen der vielen anderen Künstlern, die bisher in der Stadtgalerie ausgestellt haben, unterschieden: Der 59-Jährige möchte keine Stellwände in dem Raum stehen haben, an denen er seine Bilder aufhängen wird. In dem großen Raum soll hauptsächlich an der Nordwand eine riesige Collage aus vielen verschiedenen seiner Wolkenbilder zu sehen sein. Ansonsten soll so viel Tageslicht wie nur möglich in die Galerie gelangen, damit die Farben der Wolken richtig zur Geltung kommen können. „Sebastiaan hat lange Zeit bei den städtischen Bühnen in Wuppertal als Bühnenbildner gearbeitet“, weiß Petra Nies. „Daher ist er an den ganzen Raum ganz anders herangegangen als viele andere Künstler vor ihm.“

Außerdem soll auf dem Boden im ersten Drittel der Galerie eine Installation aus kleinen Steingut-Töpfchen aufgebaut werden – natürlich auch in Form einer Wolke. Die Idee dahinter: „Die 269 Töpfchen sind blau und weiß wie der Himmel, aber sie sind aus Ton, also einem erdischen Material“, sagt der Künstler, der hauptberuflich an einer Schule unterrichtet. „Alle diese Töpfchen sind signiert und können für fünf Euro gekauft werden. Und so wird diese Stein-Wolke nach und nach verschwinden – wie auch die Wolken am Himmel“, so Spit.

Viele seiner Bilder sind nach einem Sylt-Aufenthalt entstanden. Drei Mal war er bereits hier um das Organisatorische zu klären und sich inspirieren zu lassen. „Wer meine Bilder kennt weiß, dass die nach Sylt entstandenen Gemälde mehr rosa und lila enthalten als meine anderen Bilder. Und das hat definitiv etwas mit der Heide zu tun, die mich auf Sylt sehr fasziniert.“

Die Ausstellung von Sebastiaan Spit wird vom 3. Juli bis zum 29. Juli 2017 in der Stadtgalerie „Alte Post“ stattfinden. Die Vernissage ist am Sonntag, 2. Juli um 17 Uhr. Die Finissage findet am 29. Juli um 19 Uhr statt.

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erstellt am 08.Mär.2017 | 05:09 Uhr

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