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Sylter Rundschau

11. Dezember 2016 | 01:21 Uhr

Fünf-Städte-Heim : Landschulheim in neuem Glanz

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Das Fünf-Städte-Heim in Hörnum soll attraktiver werden: Ein Förderverein sammelt dazu jetzt Ideen und Talente sowie Geld für die Ferienfreizeit- und Jugendbildungsstätte.

Das Fünf-Städte-Heim in Hörnum soll attraktiver werden: Ein neu gegründeter Förderverein mit offiziellem Sitz im Inselsüden sammelt dazu jetzt Ideen und Talente sowie Geld für die Ferienfreizeit- und Jugendbildungsstätte zwischen den Dünen. Vergangenes Wochenende hatten sich rund 15 Jugendbetreuer aus Schleswig-Holstein zusammengesetzt, um sich zu beraten und erste Schritte umzusetzen. Die Gruppe will dafür sorgen, dass das Schullandheim am Meer schön bleibt und auch neue Jugendgruppen dort ihre Sehnsucht entdecken. „Unser Ziel ist es, das Fünf-Städte-Heim für Jugendgruppen noch besser zu machen“, sagt Michael Rahn, Schriftführer des neu gegründeten Fördervereins. Die meisten der Vorstands- und Gründungsmitglieder kommen aus dem Kreis Pinneberg – auch vom Vorstand und der Geschäftsführung des Fünf-Städte-Heim-Trägervereins in Pinneberg sind Vertreter dabei.

 


Der verwaiste Kiosk soll wieder öffnen


Fakten zum Fünf-Städte-Heim

Das Fünf-Städte-Heim in Hörnum beherbergt Gäste aus Schulen, Vereinen und Verbänden, aber auch andere Urlauber.  Außerdem bietet das Schullandheim am Meer Wochenendaufenthalte für Seminare  und Jugendgruppenleiterschulungen an. Träger der Einrichtung ist der Fünf-Städte-Verein Pinneberg, mit Sitz in Uetersen (Kreis Pinneberg in Schleswig-Holstein). Mitglieder sind die Städte  Elmshorn, Kellinghusen, Pinneberg, Tornesch, Uetersen und  Wedel sowie die Gemeinde Neuendeich.Das Haus liegt eingebettet in ein rund vier Hektar großes  arrondiertes hauseigenes Naturgrundstück  zwischen Dünen. Hausleiter ist Holger Kröger. Das Heim ist von März bis Oktober geöffnet und bietet Vier- und Sechs-Bett-Zimmer für die Jugendlichen und für die Betreuer Einzel- oder Doppelzimmer. Für Klassenfahrten und Freizeiten wird ein  Spiel- und Sportangebot geboten. Auf dem Gelände befinden sich ein Fußball-, einHandball sowie ein Basketballplatz, eine Torwand, ein Spielplatz und ein kleiner Kletterturm. Außerdem gibt es Medien- und Gemeinschaftsräume für Gruppenarbeiten sowie eine eigene Sanitätsstation.

Quelle: www.fuenf-staedte-heim.de

 

Zum Saisonabschluss bauten die Jugendgruppenleiter gemeinsam mit Hausleiter Holger Kröger die Sport- und Spielgeräte ab. Lasse Wolff, Jugendgruppenleiter Hetlinger MTV/Kreis Pinneberg, strich die 40 Jahre alte Fototapete in einem der Räume über. Auch Online sind die jungen Leute aktiv: „Die Internet- und Facebook-Seite können wir demnächst frei schalten. Eine Broschüre samt kleinem Flyer geht im Herbst an alle Freizeitgruppen und Schulklassen“, kündigt Axel Hartmann, Schatzmeister der Förderorganisation, an.

Etwa eine Viertel Million junger Menschen haben in den vergangenen rund 70 Jahren das Fünf-Städte-Heim besucht, viele von ihnen kamen sogar mehrfach, heißt es von den Initiatoren. Auch Christian Kreth kommt seit den 1980er Jahren regelmäßig nach Hörnum. Bereits im Alter von 15 Jahren fuhr der heute 45-Jährige das erste Mal als Jugendbetreuer ins Fünf-Städte-Heim. Von ihm kommt auch die Idee, den seit fünf Jahren verwaisten Kiosk im Fünf-Städte-Heim wiederzubeleben. „Dieser Service wird von den Gruppen, die schon lange ins Haus kommen, sehr vermisst. Es wäre toll, wenn der freiwillige Dienst auch dort wieder funktioniert“, sagt Reinhold Bauerfeld von der Geschäftsführung des Trägervereins. Jetzt werden Freiwillige gesucht, die sich in den Sommerferien den Kiosk-Dienst teilen.

Die kleine Gründungsmitglieder-Crew ist hervorgegangen aus einer Gruppe alter und junger Jugendbetreuer, die seit ein paar Jahren zu Anfang und am Ende der Saison im Fünf-Städte-Heim ehrenamtlich mit anpacken. In den vergangenen sechs Monaten wurden die zahlreichen Formalitäten abgewickelt. Mit der Geschäftsführung des Trägervereins des 1948 gegründeten Jugendheims wurden Satzungen und Ziele abgestimmt, um gemeinsam noch schlagkräftiger zu werden. „Wir finden das Konzept sehr gut und freuen uns über die Unterstützung“, sagt Dieter Schipler, Vorsitzender des Fünf-Städte-Vereins Pinneberg.

 


Sinkende Besucherzahl als Grund für Verschönerungen


 

Unter anderem wurden bei den Aktionen Spielfelder frisch aufgemalt und neue rustikale Sitzbänke aufgestellt. „Je mehr Menschen den Förderverein unterstützen, desto mehr können wir natürlich bewegen“, sagt Astrid Zibull, Vorsitzende des Fördervereins.

Sorgen um den Erhalt des Fünf-Städte-Heims als Freizeitstätte machten sie und ihre Vorstandskollegen sich nicht. Trotzdem sei die Debatte um einen möglichen Verkauf, aufgrund gesunkener Besucherzahlen, ein Auslöser für die Unterstützungskampagne gewesen. Doch dieses Jahr sei wirtschaftlich gut gelaufen in Hörnum, sagt Zibull. Damit es noch weiter vorangeht, suchen die Förderer Geld und Know-how von Menschen, die irgendwann in den vergangenen Jahrzehnten im Fünf-Städte-Heim Ferien gemacht haben. Zum anderen werden weitere Unterstützer gesucht, die die nationale und internationale Jugendbegegnungen fördern wollen.

Das Fünf-Städte-Heim war in der Vergangenheit auch als mögliche Unterkunft für Flüchtlinge im Gespräch: Im November 2015 plante der Kreis Pinneberg dort vorübergehend rund 300 Schutzsuchende aus der eigenen Region unterzubringen. Zuletzt hatte im Januar ein Vorstoß der CDU-Fraktion der Gemeinde Sylt, das Hörnumer Fünf-Städte-Heim für die Unterbringung von Sylter Flüchtlingen zu nutzen, für Diskussionen auf der Insel gesorgt. Auch ein möglicher Verkauf stand damals im Raum.



Kontakt: Astrid Zibull, Telefon 0151/17229840, www.förderverein-fünf-städte-heim.de. Spendenkonto: Sparkasse Südholstein. IBAN: DE94 2305 1030 0510 7305 59

 

 

 

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erstellt am 26.Okt.2016 | 05:27 Uhr

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