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Sylter Rundschau

05. Dezember 2016 | 13:29 Uhr

Interview : Keitum feiert seinen Friesensaal

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Im Interview spricht Kulturhaus-Vorsitzende Birgit Damer über die Geschichte des Friesensaals und was für die Jubiläumsfeier geplant ist.

Morgen feiert der Keitumer Friesensaal seinen 30. Geburtstag. Das kunterbunte Programm, das der Verein Kulturhaus Sylt und die Söl’ring Foriining gemeinsam auf die Beine gestellt haben, soll Sylter und Gäste in die ehrenamtlich betriebene Kulturstätte locken. Birgit Damer, Vorsitzende und Gründungsmitglied des Kulturhauses, spricht im Interview über die Geschichte des Saals, die Feierlichkeit und was sie sich für die kommenden 30 Jahre im Friesensaal wünscht.

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Wenn Sie auf die vergangenen fünf Jahre Kulturhaus im Friesensaal zurückblicken, was ist Dir besonders positiv in Erinnerung geblieben?

Ich fand eigentlich den Anfang am tollsten, als das Dorf zusammenkam, um den Friesensaal umzugestalten. Als sie diesen Raum entkernt haben, die Küche geputzt - da waren so viele Menschen beteiligt, das ich gedacht habe: Wow. Wenn das so super aufgenommen wird, dann muss es ja so weiter gehen. Dass das dann nicht unbedingt passierte, ist eine andere Geschichte.

 

Vor 30 Jahren wurde der Friesensaal den Keitumern als Veranstaltungsstätte gestiftet, seit fünf Jahren ist der Verein Kulturhaus darin aktiv. Was ist denn in den Jahren dazwischen passiert?

Das war der Festsaal für die Dorfbevölkerung, da wurden Hochzeiten, Bälle, Konfirmationen gefeiert. Damals wurde einfach mehr gefeiert, mehr getanzt. Deshalb ist der Raum so großzügig gebaut worden. Man hat damals beispielsweise auch damit gerechnet, dass viel mehr Theater im Friesensaal gespielt wird. Danach kam der Keitumer Fleischermeister Peter Nissen, der den Saal gemietet hat. Er hat den Saal, beziehungsweise die große Küche darin, fürs Catering genutzt. Den Saal hat er nebenbei ab und zu vermietet, als Schuh-Outlet beispielsweise. Dann hat er hier Bingo angeboten – das war das höchste der Gefühle. Und zeitweise gab es auch einen Weihnachtsmarkt. Man muss aber sagen, dass der Saal während dieser Zeit nicht so richtig genutzt wurde.

Nach dieser Phase gab es einen Interessenten aus Berlin, der wollte aus dem Saal eine Tanzschule machen. Und dann kamen wir und dachten, wir können es auch selber machen. Wir wollen Kultur, das muss doch irgendwie zu wuppen sein. Der Saal stand damals seit zwei Jahren leer, gammelte vor sich hin, war nicht beheizt worden.

 

Jetzt gibt’s die Jubiläumsfeiern am Sonnabend. Was sind dann die Highlights?

Die Puppenbühne von der Söl’ring Foriining, die zum ersten Mal in dieser Form auftritt. Sie führen ein kurzes Stück auf Sölring von C.P. Hansen auf. Ich bin selbst ganz gespannt. Highlight Nummer zwei sind die Roten Nasen. Die musikalischen Clowns - auch ihr Auftritt wird sicherlich viel Spaß machen. Dann stellt die Sängerin Synje Norland einen paar Songs von ihrer CD vor – mein drittes Highlight. Wir wollen an diesem Abend einfach vorstellen, was für ein vielfältiges Programm wir im Friesensaal zeigen. Am Ende legt unser Salsa-Lehrer noch Musik auf, es darf gern getanzt werden. Ich bin auch froh, dass Silke von Bremen uns eine historische Einleitung über die Stifterin des Friesensaals gibt.

 

Was wünschen Sie sich denn für die nächsten 30 Jahre Friesensaal?

Am tollsten fände ich ein offenes Haus mit dauerhaftem Betrieb. Wo auch jeder alles machen kann: Theater, Essen, Feiern - einfach leben.

 

Der Abend beginnt um 19 Uhr, das Festbuffett kostet 24 Euro (für Vereinsmitglieder: 20 Euro)

 

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erstellt am 22.Apr.2016 | 05:23 Uhr

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