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Neues Projekt : Infos über die Wale vor Sylt

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Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Mit Tafeln an den Stränden soll Syltern und Urlaubern das Schweinswalschutzgebiet nahe gebracht werden

Eine leichte Brise, spiegelglatte See und dann taucht wie aus dem Nichts die Rückenfinne eines Schweinswals auf – für die Insulaner ein gewohnter Anblick, gehören doch Schweinswalsichtungen zum Alltag an der Westküste praktisch dazu. Viele Gäste dagegen wissen gar nichts von diesem europaweit fast einmaligem Naturschauspiel, erklärt Moritz Luft, Geschäftsführer von Sylt Marketing. Umso mehr freue es ihn, dass das Projekt „Schweinswal-Informationsstelen“ heute gestartet wird.

Insgesamt zwölf interaktive Informationstafeln zu den Themen Nationalpark-Fauna der offenen Nordsee (speziell Trauerenten und Schweinswale) und Küstenschutz (speziell Sandvorspülung) werden in diesem Jahr an Strandübergängen entlang der gesamten Sylter Westküste aufgestellt.

„Es handelt sich um ein Kooperationsprojekt des Landesbetriebes Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN), dem Landschaftszweckverband Sylt und dem Erlebniszentrum Naturgewalten Sylt, samt seiner Partnerverbände“, erklärt Matthias Kundy vom LKN/Nationalparkverwaltung. „Wir werden im ersten Schritt zwei Prototypen aufstellen, die bis April getestet werden. Heute wird die Pult-Variante auf die Brüstung des Geländers am Übergang Weststrandhalle in List angebracht.“ Eine aufrechte Stele mit Fundament solle in den kommenden Tagen zusätzlich auf der Plattform Ellenbogenberg errichtet werden. „Wir wollen bis zum Saisonbeginn sehen, in wieweit gerade die interaktiven Bedienelemente der extremen Sylter Witterung standhalten“, so Matthias Strasser vom Erlebniszentrum Naturgewalten Sylt, der das Projekt vor Ort betreut und zusammen mit Lothar Koch von der Schutzstation Wattenmeer initiiert hat.

„Wir haben bei der Konzeption der Info-Stelen vor allem auf eine außergewöhnlich spielerische und urlauberfreundliche Darstellung hingearbeitet, die dennoch sturmtauglich und finanzierbar ist“, sagt Lothar Koch.

Neben einem reinen Erklärstück, inklusive Karte mit eingezeichneten Schutzgebieten, ergänzt ein Drehrad die Stele mit detaillierten Informationen zum Nationalpark, Küstenschutz, den Schweinswalen und den Trauerenten.

Finanziert wurde das Kooperationsprojekt durch Ausgleichsgelder aus den Sandentnahmen vor Westerland, für die jährlichen Sandvorspülungen.

Bereits im Dezember 1999 wurde das Walschutzgebiet vor der Westküste Sylts und Amrum ausgewiesen und ist Teil des Nationalparks Wattenmeer.

„Die Beharrlichkeit der Sylter Verbände in dieser Sache hat sich gelohnt, wenn im Sommer alle Infoelemente stehen.“, findet der Biologe Koch. Matthias Kundy ergänzt: „Schlussendlich haben wir jetzt eine gute Lösung gefunden, hinter der auch die Tourismusdirektoren der Insel stehen und damit unser Projekt Schweinswal-Infostelen in diesem Jahr endlich umgesetzt werden kann.“


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erstellt am 28.Jan.2015 | 06:00 Uhr

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