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Sylter Rundschau

09. Dezember 2016 | 18:27 Uhr

Bufdis auf Sylt : Hörnumer Schullandheim nimmt zum ersten Mal vier freiwillige Helfer auf

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Drei Mädchen und ein Junge haben gestern ihren Bundesfreiwilligendienst im Fünf-Städte Heim begonnen. Ein Jahr lang werden sie dort ehrenamtlich helfen.

Das Fünf-Städte-Heim in Hörnum nimmt zum ersten Mal vier Jugendliche freiwillige Helfer auf. Gestern begannen die Jugendlichen offiziell ihren sogenannten Bundesfreiwilligendienst (BFD) im Inselsüden. Begrüßt wurden sie vom Vorsitzenden des Fünf-Städte-Vereins Pinneberg, Dieter Schipler. Seit 2012 engagiert sich die Sylter Einrichtung für Bufdis – bisher half pro Jahr nur ein Jugendlicher im Erholungs- und Schullandheim.

„Einer der Hauptgründe, jetzt vier Jugendliche aufzunehmen, war, dass einer sich eher allein fühlt“, sagt Holger Kröger, Hausleiter des Fünf-Städte-Heimes. In dem Alter sei es gut, die BFD-Erfahrung in der Gruppe zu machen, auch um sich darüber auszutauschen. Zudem würden vier engagierte Unterstützer auch mehr schaffen. „Die Jugendlichen werden hier alles kennen lernen, was das Haus hergibt, sie rotieren in verschiedenen Bereichen – damit keine Langeweile aufkommt“, sagt er und lacht. Neben der Gestaltung der Zimmer im 500-Betten-Haus werden die drei Mädchen und ein Junge unter anderem in der Küche helfen sowie handwerkliche Arbeiten lernen. Auch größere Projekte, darunter eine Sylt-Rallye sowie die Erkundung der Nachbarinseln für die Besucher, sind geplant.

Stefanie Lisanne Eberlien aus Bad Schwartau, Lea Müllmaier aus Detmold, Leonie Josefine Wanner aus Krefeld (alle 18 Jahre) sowie der 16-jährige René Bartelt aus Kiebitzreihe (Kreis Steinburg) werden für ein Jahr im Fünf-Städte-Heim leben und dort versorgt. „Das Alter der Bufdis ist super“, sagt Kröger. Sie seien viel näher an der Zielgruppe der Gäste und wüssten daher besser, welche Freizeit- und Naturangebote gefallen, oder welche Musik zum Beispiel auf Festen gespielt werden muss.

„Ich persönlich werde als Vorsitzender ein besonderes Augenmerk darauf haben, dass die Ziele des BFD in unserem Haus eine hohe Priorität genießen“, so Schipler. Zunächste bedeute es für die Jugendlichen eine gewaltige Umstellung, aus dem gewohnten Alltagsleben auf dem Festland auf eine Insel mit Saisonbetrieb umzusiedeln. Ein zentrales Lernziel der Freiwilligen im Fünf-Städte-Heim sei das „Erkennen und Erlernen der Steuerungs- und Leitungsstruktur und der Vermittlung von sozialen Kompetenzen“. Neben der praktischen Erfahrung bekommen die Bufdis auch Theorieunterricht. Dabei würden Fähigkeiten erworben, die später im Arbeitsleben gefragt seien. Oft wird ein BFD als Vorpraktikum anerkannt oder als Wartezeit für ein Studium angerechnet.

Bewerber auf die wenigen Plätze in der Hörnumer Einrichtung gibt es genügend: „Die vier Bundesfreiwilligen sind aus über 50 Bewerbern ausgesucht worden“, sagt Karen Koopmann von der Geschäftsstelle des Fünf-Städte-Vereins Pinneberg aus Uetersen.

Das Fünf-Städte-Heim beherbergt Gäste aus Schulen, Vereinen und Verbänden, aber auch andere Gäste. Außerdem bietet das Schullandheim am Meer Wochenendaufenthalte für Seminare und Jugendgruppenleiterschulungen an. Träger der Einrichtung ist der Fünf-Städte-Verein Pinneberg, Mitglieder sind die Städte Elmshorn, Kellinghusen, Pinneberg, Tornesch, Uetersen und Wedel sowie die Gemeinde Neuendeich.

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erstellt am 02.Aug.2016 | 04:49 Uhr

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