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Sylter Rundschau

04. Dezember 2016 | 11:19 Uhr

AktivRegion Uthlande : Freies Wlan auf allen Inseln und Halligen

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Sylt ist Vorreiter verschiedener Projekte im Bereich des Tourismus und Küstenschutzes. Keitumer Ortsentwicklung soll vom Land finanziert werden

Der Vorstand des Vereins AktivRegion Uthlande hat zwei Machbarkeitsstudien bewilligt, die in innovative Projekten münden sollen. Auf der letzten Vorstandssitzung wurde beschlossen, den Wunsch nach einer großräumigen Vernetzung von kostenlosen Wlan-Hotspots als insel- und halligübergreifendes Projekt auf die gesamte Region Uthlande auszuweiten. Damit soll das touristische Angebot gestärkt werden und die Nutzer sollen einen Mehrwert durch die Möglichkeit zielgerichteter Informationen erhalten. In der Studie soll erarbeitet werden, wie auf den nordfriesischen Inseln und Halligen ein gemeinsames Wlan-Netz zur freien Internetnutzung erstellt und betrieben werden kann. Dazu gehört die Erhebung vorhandener Infrastrukturen sowie die Klärung technischer und rechtlicher Fragen. Das Land hat bereits über das Breitband-Kompetenzzentrum sein Interesse bei der Umsetzung eines solchen Netzes angemeldet.

Die zweite Studie betrifft den barrierefreien Deichzugang: Sylt hat bereits Erfahrungen im Bemühen um einen barrierefreien Urlaub auf der Insel gesammelt, heißt es von der AktivRegion Uthlande. Dabei lag der Schwerpunkt auf der barrierefreien An- und Abreise, einer entsprechenden Qualifizierung der Unterkünfte sowie der Infrastruktur touristischer Angebote. Allerdings sind die Wattenmeerküsten für Menschen mit körperlicher Beeinträchtigung noch immer kaum erreichbar. Vor allem die Deichzugänge sind ein sehr großes Hindernis; sie verfügen nur über selbstschließende Pforten und sind für Rollstuhlfahrer oder Personen mit Gehhilfen schwer alleine zu überwinden. Der Landschaftszweckverband (LZV) Sylt will Abhilfe schaffen und innovative, nachhaltige Lösungen entwickeln. Die Grundlagen sollen in einer Machbarkeitsstudie erarbeitet werden.

Das Projekt der Erstellung eines städtebaulichen Rahmenplans für Keitum wurde von der AktivRegion Uthlande an das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume Schleswig-Holstein (LLUR) übergeben – mit der Bitte um Finanzierung über ein aktuelles Programm des Landes in der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK). Dabei werden Vorhaben auf der Grundlage von Ortsentwicklungskonzepten ausgewählt, unter besonderer Berücksichtigung der demographischen Entwicklung, der Reduzierung der Flächen-Inanspruchnahme sowie unter Einbeziehung des bürgerschaftlichen Engagements.

Die Konzepte dürfen nicht älter als fünf Jahre sein und das Projekt muss in die Integrierte Entwicklungsstrategie der AktivRegion Uthlande passen – diese Voraussetzungen erfüllt das Keitumer Vorhaben. Der städtebauliche Rahmenplan soll das Dorf bei der Konkretisierung der Entwicklungsziele unterstützen. Dabei werden gestalterische, ordnende und auf Nutzungen bezogene Ziele festgelegt. Wichtig ist die Einbeziehung der Wünsche aus der Bevölkerung über öffentliche Workshops wie „Keitum im Dialog“. Damit sollen die Planungen auf eine möglichst breite Basis gestellt werden. Anträge für Konzepte zur Ortsentwicklung können laufend über die zuständige AktivRegion beim LLUR eingereicht werden. Dann treten die Projekte mit weiteren landesweit eingereichten Vorschlägen in die Auswahl. Die Förderung liegt bei maximal 75 Prozent und höchstens 50  000 Euro je Projekt.

„Barrieren abbauen und den Tourismus stärken, so könnte man die Zielsetzung der vom Vorstand bewilligten Projekte auf den Punkt bringen,“ fasst der Vorsitzende Manfred Uekermann die Ergebnisse der Sitzung zusammen.

Außerdem teilt der Verein AktivRegion Uthlande mit, dass das Naturzentrum Amrum „Öömrang Ferian“ die Möglichkeit hat, ein Pottwal-Exponat für seine Ausstellung zu bekommen. Dies wäre eine Bereicherung für die Region, denn bisher seien Pottwale in Nordfriesland nur im Multimar in Tönning zu bewundern. Das Exponat ist einer von den 2015 und 2016 an der Küste gestrandeten Pottwalen. Um es angemessen präsentieren zu können, wird der Umbau der zurzeit ungenutzten Schwimmhalle im Gebäude des Naturzentrums notwendig sein.

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erstellt am 09.Aug.2016 | 05:30 Uhr

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