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Sylter Rundschau

26. März 2017 | 15:13 Uhr

Halle 25 auf Sylt : Flughafen-Büro zieht in die Halle 25

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Geschäftsführer Peter Douven erläutert Pläne für künftige Nutzung der alten Hallen auf dem Fliegerhorst.

In Halle 25 tut sich etwas: Flughafen-Chef Peter Douven plant einen Umzug der gesamten Verwaltung in den Bürotrakt von Halle 25. Die gesamte Flughafentechnik soll von Halle 74 in Halle 25 umziehen und Platz machen für Flugzeug-Stellplätze. „Darin lag das zentrale Interesse des Flughafens an dieser Halle“, sagt Douven.

Die Hallen 25 und 28 auf dem ehemaligen Fliegerhorst – jahrelang haben sie die Diskussion auf der Insel beherrscht. Beim Bürgerentscheid am 12. Juni 2016 sprach sich eine deutliche Mehrheit der Bürger in der Gemeinde Sylt für den Fortbestand der Bundeswehr-Hinterlassenschaften aus. Nun gehören sie zum Bestand der Flughafengesellschaft. In der Gemeindevertretersitzung am Donnerstag Abend wurde bekannt, wie sie genutzt werden sollen.

Für den stetig steigenden Ausbildungsbedarf des Personals soll in Halle 25 ein dringend benötigter Tagungsraum eingerichtet werden. Douven will dort künftig auch die gesamte Flughafentechnik unterbringen – diverse Treppen, Gepäckentladebänder, Enteisungsgeräte, Triebwerksstart- und Energieversorgungsgeräte, Schleppfahrzeuge und vieles mehr. Für Stammkunden und Dauermieter könnten darüber hinaus Flugzeug-Stellplätze angeboten werden. Die mobilen Flughafengeräte waren bisher in Halle 74 untergebracht – dort wird nun Platz frei für Flugzeuge, die hier saisonal untergestellt werden könnten. Die Kosten für Halle 25, erläutert Douven, könnten durch Einsparungen bei sonst notwendigen Maßnahmen an anderer Stelle sowie durch neue Erlöse aufgebracht werden.

Die Halle 28 steht auch künftig für den Katastrophenschutz zur Verfügung – das wurde bei der Übertragung der Hallen von der Gemeinde an die Flughafen Sylt GmbH vertraglich festgeschrieben. Genutzt wird sie vom Roten Kreuz, der Feuerwehr, der Gemeinde Sylt, dem Landesbetrieb für Küstenschutz und dem Rettungscorps. Allerdings wird die fällige Renovierung noch einiges an Geld kosten. Wie viel Aufwand nötig ist, wird gerade ermittelt, heißt es im Bericht von Flughafen-Chef Peter Douven an die Gemeindevertretung. Bei der Halle 28 stehe die Instandsetzung des Hallendaches und der Dächer der Anbauten im Mittelpunkt – die sind undicht, was an einigen Stellen zur Durchfeuchtung und zur Schimmelbildung geführt habe. Die Ausschreibung für die Dachsanierung und die Schimmelbeseitigung laufe derzeit. „Mit einer Umsetzung der Maßnahmen ist bis etwa Mitte des Jahres zu rechnen.“

Mittlerweile habe auch ein Abstimmungsgespräch stattgefunden, bei dem mit den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern der übrigen vier Inselgemeinden über die Mitfinanzierung der Halle 28 gesprochen wurde. „Ein konstruktives und kooperatives Gespräch“, berichtet Douven, bei dem die Gemeinden Hörnum, Kampen, List und Wenningstedt-Braderup insgesamt 100  000 Euro in Aussicht gestellt hätten. Nicht beteiligen wollten sich die Amtsgemeinden bislang an der Einzäunung und an Kosten für Gutachten.

Doch in den Gesprächen sei den Gemeindeoberhäuptern deutlich gemacht worden, dass zu einer Katastrophenschutzhalle sowohl die Sicherheitszäune als auch die Wiederherstellung der Rollwegsverbindung zum Flughafen gehören. Die Bürgermeister als auch das Rote Kreuz hätten diese Investitionen schließlich akzeptiert, da sie Voraussetzung für die Integration in den Flughafen seien. Alles andere würde durch die Luftfahrtbehörde abgelehnt werden. Was blieb, war die Ablehnung der Bürgermeister gegenüber Kosten für bisherige Planungen und Gutachten.

Allen Beteiligten sei „unmissverständlich vermittelt“ worden, dass die Gemeinde Sylt ihre Beteiligung am Projekt Katastrophenschutz auf 500  000 Euro limitiert hat, heißt es im Bericht des Flughafen-Geschäftsführers. Neben 100  000 Euro aus den Amtsgemeinden erwartet Douven noch bis zu 350  000 Euro, die das Deutsche Rote Kreuz für die Halle 28 aufwenden will.

Ein Betrag, den das Rote Kreuz als Rücklage für die Unterkunftsräume für die ehrenamtliche DRK-Bereitschaft angespart hat, erläuterte DRK-Vorsitzender Karl-Heinz Kroll auf Anfrage unserer Zeitung. Die Vereinbarung sähe vor, dass das Rote Kreuz keine Miete für Halle 28 zahlen muss.

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erstellt am 18.Mär.2017 | 05:32 Uhr

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