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Sylter Rundschau

02. Oktober 2014 | 06:23 Uhr

Silvester auf Sylt : Feuerwerksverbot wird gelockert

vom

Erstmals sind auf Sylt wieder Silvester-Raketen an drei Strandabschnitten erlaubt. Seit mehr als 30 Jahren war das Feuerwerk auf der Insel verboten - nachdem eine Leuchtkugel ein Reetdachhaus traf.

Sylt | Bunte Raketen werden auch in diesem Jahr den Sylter Himmel in der Silvesternacht erhellen - erstmals seit 34 Jahren jedoch ganz legal. Die Verantwortlichen der Insel haben sich darauf verständigt, dass generelle Abbrennverbot zu lockern. Drei Strandabschnitte werden in der Silvesternacht zwischen 19 und 1 Uhr erstmals vom Verbot ausgenommen: vor der nördlichen Westerländer Promenade, in Wenningstedt zwischen der Berthin-Bleeg-Straße und Übergang Dünenwall sowie der Hörnumer Oststrand zwischen Strandstraße und Hafenmole.
Von einem Sinneswandel wollen die Verantwortlichen aber nicht sprechen: "Wir passen uns mit der Ausweisung der drei Strandabschnitte den Gegebenheiten an", erklärt Ordnungsamtsleiterin Gabriele Gotthardt. Denn Raketen werden trotz Verbot seit Jahren an Sylts Stränden gestartet. In den Orten selber werde sich größtenteils an die Verbote gehalten. Mit der Initiative wollen Ordnungsamt, Tourismus-Services und Gemeinden das Abbrennen in geordnete Bahnen lenken. "Das heißt nicht, dass wir im nächsten Jahr genauso vorgehen", betont Gotthardt. Es sei ein "lebendiges Konzept" und damit jederzeit veränderbar. Das generelle Abbrennverbot für Feuerwerkskörper wurde nach einem Brand in Alt-Westerland 1978/1979 ausgesprochen, erinnert sich Jörg Elias, Veranstaltungsleiter des Insel Sylt Tourismus-Service und Wehrführer in Westerland. "Durch eine abgefeuerte Leuchtkugel brannte damals ein Reetdachhaus komplett nieder."

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10.000 Euro Bußgeld drohen

Die Idee, drei Strandabschnitte für Raketen und Böller zuzulassen, ist mit der Kommunalaufsicht abgesprochen, so Petra Reiber, Bürgermeisterin der Gemeinde Sylt. Verbote, die nicht kontrollierbar seien, machten keinen Sinn. "Die Polizisten können nicht jede Tasche kontrollieren." Dieter Johannsen, Sylts Interims-Polizeichef, befürwortet deshalb eine Kanalisierung der Silvester-Knallerei. "Abgesteckte Bereiche sind für uns leichter zu kontrollieren. Wir werden mit Streifen vor Ort vertreten sein." Bis zu 10.000 Euro Bußgeld blüht denjenigen, die außerhalb der Abschnitte Raketen starten. Ein Eingreifen durch die Beamten sei erfahrungsgemäß vor allem in Westerland erforderlich. "Wie viele Gäste kommen, hängt vom Wetter ab", sagt Johannsen. Raketen sollten Richtung Westen abgeschossen werden, rät Gabriele Gotthardt. Bei starkem Westwind sollte ganz darauf verzichtet werden. "Nur weil in drei Bereichen Feuerwerk zugelassen ist, muss der gesunde Menschenverstand nicht ausgeschaltet werden."
Zum Jahreswechsel wird auch ein neues Sicherheitskonzept für die Party auf der Promenade greifen. "Wir werden mit mehr Security-Kräften arbeiten, die darauf achten, dass keine Böller von der oberen auf die untere Promenade geworfen werden", erklärt Elias. Trotz der Enge auf der Promenade sei glücklicherweise kein nennenswerter Vorfall bekannt. "Toi, toi, toi. Das soll auch so bleiben." Schließlich wollen Gäste und Insulaner gesund ins neue Jahr 2013 starten.

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von
erstellt am 18.Dez.2012 | 02:03 Uhr

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