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Sylter Rundschau

07. Dezember 2016 | 17:30 Uhr

Neues Naturerlebnis : Erlebniszentrum Naturgewalten in List soll 360-Grad-Kino bekommen

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Schwimmen mit Sylter Seehunden: Das Erlebniszentrum Naturgewalten in List soll ein 360-Grad-Kino bekommen. Finanzierung teilweise durch ein EU-Programm.

Das Erlebniszentrum Naturgewalten in List soll bald ein 360-Grad-Kino bekommen. Finanziert wird das Projekt teilweise mit Geldern aus einem EU-Sonderprogramm für die Westküste. Mit ihrem Konzept hatte die Lister Einrichtung bei einem vor rund zwei Jahren ausgerufenen Ideen-Wettbewerb teilgenommen und gewonnen (wir berichteten). Bereits Ende 2017 könnten die ersten Besucher im Inselnorden Naturbilder auf eine neue Art bestaunen.

„Das ist eine absolute Überraschung – wir freuen uns wahnsinnig“, sagt Matthias Strasser, Leiter des Erlebniszentrums. Erst zu Beginn der Woche habe er von dem Sieg erfahren. In einer Kuppel wollen er und sein Team mit der so genannten Fulldome-Technik (siehe Infokasten) ähnlich wie im Planetarium syltspezifische Naturfilme zeigen. Vögel, die aus der Luft ins Meer tauchen, Seehunde und Schweinswale beim Schwimmen unter Wasser oder Sturmflut-Szenarien können die Besucher dann im 360-Grad Modus erleben. „Man soll dadurch besonders gut in die Natur eintauchen können und sie wahrnehmen“, heißt es vom Experten.

Rund ein Jahr wird die Vorbereitung – darunter die Installation der Hochleistungsprojektoren, der Kuppelausbau und die Produktion der Spezialfilme im „Fulldome-Format“ – dauern, schätzt Strasser. Drei Millionen Euro veranschlagt er für das Rundum-Naturkino: Etwa ein Drittel davon könnte mit den Fördergeldern bezahlt werden. Die Kino-Idee ist Teil eines Projektkonzepts mit dem Titel „Natourwert Wattenmeer“, an dem sich elf Teilprojekte beteiligt hatten. Gemeinsames Ziel ist die Stärkung der Nationalpark-Region durch eine „nachhaltige touristische Inwertsetzung des Weltnaturerbes Wattenmeer“.

Insgesamt acht Gesamtkonzepte – von vormals zwölf Bewerbern – wurden als „zukunftsträchtig“ eingestuft und profitieren von einem 30 Millionen Euro schweren Programm der Europäischen Union. Das speziell auf Nordfriesland, Dithmarschen, den Kreis Steinburg und die Hochsee-Insel Helgoland zugeschnittene Sonderprogramm ITI Westküste (Integrierte Territoriale Investitionen „Tourismus- und Kompetenzregion“) wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) gespeist.

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erstellt am 22.Jul.2016 | 05:30 Uhr

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