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Sylter Rundschau

26. Februar 2017 | 15:52 Uhr

GASTRONOMIE : Eine neue Heimat für das „Eve’s“

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Nachtclub-Besitzerin Eva Gablenz plant offizielle Eröffnung in der Norderstraße 15 für den kommenden Monat

Ein gepflegtes Entree in dunklem Grau, zwei dekorative Buchsbäume, rechts die Tür zur Bar, links der Durchgang zu den anderen Räumen – das neue Eve’s ist ein Ort zum Wohlfühlen. Gestern wurde in den neuen Räumen des Westerländer Nachtclubs noch fleißig gewerkelt. Doch bereits im September will Besitzerin Eva Gablenz ihr Etablissement in der Norderstraße 15 offiziell eröffnen.

Damit geht für die Sylter „Rotlicht-Königin“ die jahrelange Suche nach einer neuen, repräsentativen und zentral gelegenen Unterkunft für ihren Bordell-ähnlichen Betrieb zu Ende. Das weiße Haus zwischen einem mehrstöckigen Wohngebäude und einem Spielsalon beherbergte früher das Schuhhaus Lunk und zuletzt Betten-Hansen. Nun sind in den Schaufenstern großformatige Poster von Damen in Sektlaune und ein Magazin-Bericht über Eva Gablenz ausgestellt. Der Blick in die Innenräume bleibt dem Passanten jedoch verwehrt.

Um einen neuen Standort für das Eve’s hatte es monatelang Gerüchte gegeben. Ein im vergangenen Jahr geplanter Umzug von der Norderstraße 45 in das Haus „Ankerlicht“ in der Stephanstraße, gleich neben das altehrwürdige Westerländer Rathaus, war gescheitert – offenbar hatten sich Anwohner mit ihren Bedenken durchgesetzt.

Auch am neuen Standort des Eve’s gibt es besorgte Anwohner, denen das Freudenhaus in der Nachbarschaft offenbar ein Dorf im Auge ist. Bürgermeister Nikolas Häckel bestätigte, dass bei ihm einige telefonische Anfragen zum Umzug des Nachtclubs eingegangen seien. Er habe die Nachbarn „entsprechend aufgeklärt“ und ihnen ihre rechtlichen Möglichkeiten – einen Nachbarwiderspruch nach dem Zivilrecht – erläutert. Die Sperrgebietsverordnung des Kreises gelte hier nicht, dafür seien die rechtlichen Voraussetzungen nicht erfüllt. Für die Norderstraße 15 sei eine Schank- und Speisewirtschaft beantragt und von der Gemeinde Sylt auch genehmigt worden. Für Bürgervorsteher Peter Schnittgard war der Umzug des Eve’s „bislang politisch kein Thema“.

Ärger um den Standort ihres Lokals ist für Eva Gablenz nichts Neues. Vor 33 Jahren startete die frühere Friseurin aus Hamburg-St. Georg mit einem Nachtclub im Meisenweg, wechselte dann ins „‚Deutsche Eck“ gegenüber vom Westerländer Bahnhof. Doch der Standort mit viel Laufkundschaft passte nicht zum Qualitätsanspruch der Unternehmerin. In der Norderstraße 45 fand die Betreiberin für ihr Etablissement damals auf viele Jahre ein passendes Domizil. Nun freut sich die 68-Jährige auf den Umzug aus dem Norden Westerlands in die zentral gelegenen Räume.

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erstellt am 11.Aug.2016 | 04:50 Uhr

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