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Sylter Rundschau

06. Dezember 2016 | 17:03 Uhr

Höhepunkt der Ball-Saison : Eine Gala für den guten Zweck

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Aids-Gala in Wenningstedt – und 400 Gäste feierten bis in die frühen Morgenstunden. Die gute Nachricht: 2017 soll die Party wieder stattfinden.

Die Rührung stand Elke Wenning ins Gesicht geschrieben. Ihr Rückblick auf 19 Aids-Galas und drei Gala-Dinner unter ihrer Leitung erinnerte an rauschende Feste im Sylt Aquarium, in der Sylter Welle, in der Bushalle, in der Sylt Quelle, in der Lister Turnhalle. Partys, die zum Höhepunkt der Ballsaison wurden, aber auch stets das Leben mit HIV und Aids aus der Tabuzone holen sollten. „Mit HIV kann man klarkommen“, sagte die Organisatorin, „mit Ablehnung nicht.“

Am Sonnabend feierten 400 Gäste im Wenningstedter Kursaal und dankten der Organisatorin, dass sie sich noch mal hatte breitschlagen lassen. Bis um Mitternacht, so das Ultimatum der Moderatoren Imke Wein und Gerd Barthold, sollte sich ein Nachfolger auf der Bühne melden.

Die Schirmherrschaft hatte in diesem Jahr der Lions-Club übernommen – zum zweiten Mal nach 2004. Die Lions hatten im Juli das Entenrennen am Wenningstedter Dorfteich veranstaltet und den Erlös von 9000 Euro der Sylter Aids-Hilfe gespendet. Bei der Aids-Gala übernahm der Club unter Leitung von Präsident Henning Lehmann den Service, kontrollierte Eintrittskarten und verkaufte Tombolalose. „Wir schätzen die Arbeit von Elke Wenning sehr“, erklärte Lehmann – „ohne sie würde es die Aids-Hilfe auf Sylt so gar nicht geben.“ Die Rotarier legten am selben Abend noch eine Spende über 1000 Euro drauf.

Blumen gab es aber nicht nur für die Vorsitzende der Aids-Hilfe. Elke Wenning wiederum bedankte sich bei Dagmar Prott, die 17 Jahre lang das Büro der Aids-Hilfe geleitet hat. „Du warst immer da, wenn wir Dich brauchten.“

In der Küche und an den Büffets sorgten Mitarbeiter von „Gosch am Kliff“ für kleine Köstlichkeiten – von der mediterranen Edelfischsuppe bis zum Mousse von der weißen Schokolade. Am-Kliff-Geschäftsführer Constantin Nordmann und Restaurantleiter Daniel Krämer hatten spontan ihre Unterstützung zugesagt.

Als das Ultimatum um Mitternacht ablief, blieben Imke Wein und Gerd Barthold auf der Bühne nicht allein – überraschend erklärten sich gleich fünf Freiwillige bereit, den Job zu übernehmen, darunter Elke Wennings Sohn Felix, der mit seinen Freunden schon seit fast zwanzig Jahren zu den Helfern der Aids-Gala gehört. Ihre einzige Bedingung: Elke Wenning muss mit ihrer Erfahrung im Hintergrund bereitstehen. Dann steht einer 22. Sylter Aids-Gala nichts im Wege.

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erstellt am 27.Nov.2016 | 20:28 Uhr

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