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Sylter Rundschau

07. Dezember 2016 | 19:15 Uhr

Sterne des Sports : Ein großer Stern für Sylter Surfer

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Die „Sterne des Sports“ belohnen jährlich das ehrenamtliche Engagement in Sportvereinen. Auf Sylt wurden nun drei Vereine ausgezeichnet, den ersten Preis erhielt der Surf Club Sylt.

Am Anfang gab es einen kurzen, sehr emotionalen Film. Einer, der zeigte wie packend und berührend es wird, wenn die Sportvereine von der Bundeskanzlerin nach Berlin eingeladen werden, um im Rahmen einer bewegenden Gala zu erfahren, wer von ihnen die begehrte Auszeichnung „Sterne des Sports“ in Gold erhält. Anfang des Jahres konnte der TSV-Westerland dieses Gefühl auskosten. Der Verein war auf Sylt mit dem großen „Stern des Sports 2015“ in Bronze für sein Engagement im Bereich der Flüchtlingsarbeit ausgezeichnet worden, bekam dann auf Landesebene dafür den Silbernen Stern des Sports und gehörte so zu der kleinen Auswahl an Landessiegern, die nach Berlin reisen durften. Wie bekannt und berichtet, landeten die Sylter schließlich nur auf einem 4.Platz, aber „es war ein großartiges Erlebnis, eine besondere Auszeichnung für den Verein und unsere Insel, dass wir in der Endausscheidung dabei sein durften“, sagt Peter Schnittgard, der als Bürgervorsteher und Vorstand des TSV-Westerland in Berlin dabei war.

Wenn die Kanzlerin Anfang 2017 wieder einlädt, haben vielleicht die Sylter Surfer die Chance aufs Treppchen zu kommen. Die erste Welle dafür haben sie am vergangenen Freitagabend genommen. Denn da wurde im Foyer der Hauptgeschäftsstelle der Sylter Bank in Keitum der besagte Film gezeigt und die neue Runde zur Auslobung des „bedeutendsten Preis im Breitensport“ eingeläutet: Sterne des Sports 2016.

Bereits zum 13.Mal haben der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR), zu dem auch die Sylter Bank gehört, die Vereine in den Städten und Gemeinden aufgerufen, sich mit besonderen Projekten um die Sterne des Sports zu bewerben. Auf dieser lokalen Ebene werden aus den Bewerbern dann drei Preisträger ausgewählt. Der erste unter den Dreien bekommt den großen Stern des Sports in Bronze sowie ein Preisgeld von 1  500 Euro. Zudem nimmt der lokale Gewinnerverein automatisch an dem landesweiten Wettbewerb um den Stern des Sports in Silber teil. Der 2. Platz auf der lokalen Ebene wird mit einem kleinen Stern des Sports und 1  000 Euro ausgezeichnet, der 3.Platz ebenfalls mit einem kleinen Bronze-Stern und 500 Euro Preisgeld.

Aus der Vielzahl der Teilnehmer hatte die Sylter Sterne-Jury den Surf Club Sylt, den Verein TSV Tinnum 66 und den TSV-Westerland ausgewählt. Alle drei Kandidaten hatten sich mit besonderen Projekten beworben: Die Surfer mit ihrer offenen Jugendarbeit, aus der heraus gerade das neue Clubhaus entsteht, Tinnum 66 mit seinem erfolgreichen und bundesweit bekannten und beliebten Syltlauf sowie der TSV Westerland mit seiner Kooperationsmaßnahme Schule & Verein.

„Es ist der Jury nicht leicht gefallen, aus diesen gleichermaßen wichtigen und erfolgreichen Projekten eines als Gewinner auszuwählen“, bekannte Michael Pietyra vom Vorstand der Sylter Bank, der durch die kleine Feierstunde führte und dabei betonte, dass „es nicht um sportliche Glanzleistungen, sondern um das besondere Engagement der Sportvereine“ gehe.

Für den Surf Club Sylt, für den Sören Lappoehn den großen Stern des Sports in Bronze (1.Platz) entgegennahm, war die Auszeichnung und die Hoffnung so weiter „nach Berlin zu surfen“, eine „große Freude und Ehre“. Der eher locker organisierte Club zeichnet sich durch seine offene, integrative Jugendarbeit aus, die jungen Insulaner nicht nur eine Anlaufstelle, sondern auch sportliche Förderung durch ehrenamtlich tätige Surftrainer bietet. Das kurz vor der Fertigstellung stehende Clubhaus am Westerländer Strand soll diese Aktivitäten noch intensivieren.

Franz Beilmann, der inselweit bekannte Gründer und beliebte Syltlauf- Organisator, freute sich über den 2.Platz und erläuterte in seiner Dankesrede nicht nur die „ungeheure Bedeutung all der ehrenamtlichen Helfer, die diesen Lauf ermöglichen“. Er machte auch klar, warum der vor 35 Jahren von ihm ins Leben gerufenen Lauf noch existiert. „Es gibt rund 3000 Volksläufe in Deutschland“, erzählt Beilmann, aber nur einen auf Sylt. Das ist eine unschlagbare Besonderheit, „denn die Insel ist der Star!“

Wie wichtig die Aktivität des TSV Westerland mit seiner Kooperation „Schule & Verein“ ist, erläuterte bei der Preisverleihung Torsten Lickfers als er für seinen Verein den 3.Preis entgegennahm. Denn durch den mittlerweile massiven Ausfall von Sportangeboten in der Schule, verkümmern nicht nur sportliche, sondern auch soziale Fähigkeiten bei den Schülern. Mit dem bereits seit gut vier Jahren bestehenden Angebot des TSV Westerland besteht auch für Nichtmitglieder die Chance, sich unter fachkundiger Anleitung sportlich zu betätigen.

„Wir hoffen, dass mit unseren Sternen des Sports auch in den kommenden Jahren wieder Vereine ermutigt werden, sich mit besonderen Aktivitäten zu engagieren", so Michael Pietyra am Schluss der Preisverleihung. „Da bin ich mir ganz sicher“, zeigte sich Peter Schnittgard überzeugt. „Sylt hat immer tolle Sportler und Sportvereine gehabt, die mit viel ehrenamtlichem Engagement unser Leben bereichern“.



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erstellt am 22.Aug.2016 | 05:45 Uhr

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