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Sylter Rundschau

04. Dezember 2016 | 17:16 Uhr

Nahverkehr : Das große Bahnchaos ist ausgefallen

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Schienenersatzverkehr zwischen Inselosten und Westerland verlief reibungslos.

Es kam anders als von vielen befürchtet. Das lange „Chaos-Wochenende“ der Bahn, die vier „Horror-Tage“ auf den Gleisen haben entgegen sämtlicher Unkenrufe nicht stattgefunden. Ganz im Gegenteil: Alle Verantwortlichen wie Deutsche Bahn AG, Nord-Ostsee-Bahn, Sylter Verkehrsgesellschaft und das Ordnungsamt der Gemeinde Sylt äußerten sich sehr zufrieden über den Verlauf der vergangenen Tage von Sonnabend bis Dienstag, in denen Bahnreisende in Morsum oder Keitum in Busse umsteigen mussten, um nach Westerland zu gelangen.

Der Grund für den Schienenersatzverkehr war eine Sperrung des Bahnhofs Westerland für alle Züge des Personennahverkehrs. Dort wurden bis gestern Abend insgesamt zwölf Weichen ausgetauscht sowie fast drei Kilometer Gleise erneuert. Laut DB-Pressesprecher Egbert Meyer-Lovis verliefen sämtliche Arbeiten ohne besondere Störungen oder Verzögerungen und konnten planmäßig beendet werden. Derzeit würden noch einige Restarbeiten durchgeführt, die den wieder aufgenommenen Bahnverkehr jedoch nicht behinderten.

Ähnlich positiv äußerte sich Kay Goetze, Pressesprecher der NOB: „Alles in den vier Tagen lief nach Plan,wie wir es auch zuvor über alle Kanäle und Medien kommuniziert hatten. Es war also kein ‚Horror-Weekend‘, sondern eine sehr gute Kollektivleistung aller Beteiligten.“ Zwar habe es einige zusätzliche Zugausfälle gegeben, die Gründe dafür hätten jedoch „auf der Strecke“ gelegen und nichts mit den Arbeiten der Deutschen Bahn auf der Insel zu tun gehabt. Kay Goetze wies allerdings darauf hin, dass die NOB „bis zum Ende ihrer Tage“ – also bis zur Übergabe der Westküstenstrecke an DB Regio ab 11. Dezember – nach einem Sonderfahrplan fahren wird. Darin sind auch weiterhin Schienenersatzverkehre mit Bussen zwischen Morsum oder Keitum und Westerland enthalten, diese lägen aber ausschließlich in den späten Abendstunden beziehungsweise sehr früh am Morgen.

Kaum Probleme hat es für die Reisenden beim Umstieg von den Zügen in die Busse gegeben. Insgesamt seien selbst an den beiden Werktagen weniger Fahrgäste unterwegs gewesen als erwartet. Die Spitze wurde am Montag mit zirka 6000 Personen erreicht, sagte SVG-Sprecherin Pia Menning. „Aber wir waren gut vorbereitet, hatten teilweise sogar zu viele Fahrzeuge vor Ort.“ Auch habe es ausreichend Rückstauflächen für die Busse gegeben. Lediglich in Morsum war kurzzeitig Hilfe durch das Ordnungsamt erforderlich, dessen Mitarbeiter dann den Verkehr geregelt haben. Die einzige Kritik wurde von Reisenden über fehlende Hinweisschilder in den Bahnhöfen Keitum und Westerland geäußert. Vor allem Ortsunkundige mussten länger nach den Haltestellen der Busse suchen. „Aber die SVG-Busfahrer waren total kooperativ, sind sogar ausgestiegen und haben unsere Fahrgäste auf den richtigen Weg gebracht“, freute sich NOB-Sprecher Goetze.

Auch die Autozüge waren von den Einschränkungen betroffen: Während der DB-Sylt Shuttle bis gestern nur im Stundentakt fuhr, bleiben die blauen Züge von Konkurrent RDC noch bis einschließlich Sonntag im Depot. Erst ab Montag, 14. November, nimmt der neue „Autozug Sylt“ seinen Betrieb wieder auf. Gleichzeitig wird der Aktionspreis von 25 Euro pro Fahrt bis einschließlich 10. Dezember verlängert. Beim Sylt Shuttle gibt es in beiden Richtungen einige Ausfälle bis 10. November bzw. bis 10. Dezember. Der Sylt Shuttle plus, der als Personenzug zwischen Sylt und Bredstedt bzw. Hamburg-Altona fährt, fällt noch bis 20. November komplett aus. Detaillierte Infos gibt es auf www.syltshuttle.de.

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erstellt am 09.Nov.2016 | 05:27 Uhr

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