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Sylter Rundschau

26. März 2017 | 11:24 Uhr

Sylt-Tansania : Benediktiner-Abt besucht Keitum

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Freundeskreis einer Bildungsinitiative möchte Insulaner für Aktivitäten in Afrika gewinnen

„Ich mag die Insel sehr, kenne hier viele Menschen und komme so oft ich kann nach Sylt“, erzählt Stephan Schöer. Der 76-Jährige ist Abt der Benediktiner Abtei Königsmünster in Meschede. Sein aktueller Besuch auf Sylt ist mit einer Mission verbunden. Er möchte für ein Projekt in Tansania werben. In dem Benediktiner Kloster der tansanischen Stadt Ndanda engagieren sich die Mönche für die Bildungsarbeit im Land, die in vielerlei Hinsicht rückständig und notleidend, aber dringend geboten ist, um jungen Tansanianer überhaupt Bildungschancen zu gewähren. So soll der Nachwuchs für die vielfach noch sehr unterentwickelte Wirtschaft im ehemaligen Deutsch Ostafrika qualifiziert werden.

Der aktuelle Besuch von Abt Stephan folgte einer Einladung der Familie Johannsen vom Benen-Diken-Hof in Keitum. Anja und Claas-Erik Johannsen interessieren sich nicht zuletzt durch persönliche Beziehungen nach Afrika für das dortige Engagement der Benediktiner. Auch deshalb sind sie kürzlich dem „Freundeskreis Bildung für Tansania“ beigetreten, der die Benediktiner in ihrer Bildungsarbeit mit Spenden und Einsätzen vor Ort unterstützt. Um welche Projekte es sich dabei aktuell handelt, erläuterte der Sprecher des Freundeskreise, Leonhard Göke, im Rahmen eines Vortrages im Benen-Diken-Hof vor einem ausgewählten Kreis Sylter Unternehmer. Wie aktuell für heutige Unternehmer auch die Regeln des Heiligen Benedikt sind, erfuhr die Runde über einen Vortrag von Abt Stephan.

Lernen aus den Regeln eines Klosters, aber auch aus den Erfahrungen in einem scheinbar so weit entfernt liegendem Land wie Tansania und schließlich die Frage, wie können wir überhaupt andere Kulturen verstehen, welche Chancen eröffnen uns Begegnungen mit ihnen, beschäftigte die Gesprächsteilnehmer ebenso wie die Nachfragen zu dem konkreten Projekt, für das Abt Stephan und Leonhard Göke um Spenden warben.

Spenden, die sie brauchen, um Stipendien vergeben zu können und ein Berufsbildungszentrum mit einem Wohnheim für Mädchen zu bauen, die sonst keine Chance hätten, die Schule zu erreichen, geschweige denn sie zu finanzieren.

„Das scheint weit weg von Sylt zu sein“, merkte Claas-Erik Johannsen an, „aber diese einmal gut ausgebildeten Menschen sind auch Botschafter unserer Werte. Und wie sehr die gerade bedroht sind, lesen wir täglich in den Nachrichten“. 

Infos:

www.bildung-fuer-tansania.de

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erstellt am 10.Mär.2017 | 05:54 Uhr

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