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Sylter Rundschau

09. Dezember 2016 | 04:59 Uhr

Zug-Verkehr nach Sylt mit der NOB : Bahnchaos in SH: Mit diesem Fahrplan geht's ab Montag weiter

vom

Die Lage dürfte sich etwas entspannen - 18 Wagen und einem zusätzlichen Triebwagen sei Dank.

Gestresste Pendler, genervte Touristen: Das Bahnchaos hat Schleswig-Holstein derzeit fest im Griff. In der kommenden Woche sollen nun 18 Wagen und ein Triebwagen die Lage etwas mildern, kündigte Verkehrsminister Reinhard Meyer an.

Ab Montag soll es zudem den Schienenersatzverkehr über den Autozug geben. Die Pressestelle von Nah.SH kündigte an, dass ein SVG-Bus mit 89 Sitzplätzen morgens um 6.05 Uhr vom Bahnhofsvorplatz Niebüll startet. In Gegenrichtung fährt der Bus um 16.30 Uhr vom ZOB in Westerland ab. Für Besitzer einer Fahrkarte des SH-Tarifs ist die Fahrt kostenlos. Eine Stunde und zehn Minuten soll die Tour dauern, der Bustransfer ist erstmal für fünf Tage geplant.

Für das Wochenende erwartet die Nord-Ostsee-Bahn einen stabilen Betrieb mit ausreichend Kapazitäten, heißt es in der Pressemitteilung von Nah.SH.

Erleichterung auf der Strecke Hamburg-Westerland

Ab Montag fahren auch wieder die IC Hamburg-Westerland und der Syltshuttle Plus. Die DB hat beide Fernzüge bis zum Fahrplanwechsel am 11. Dezember für den SH-Tarif freigegeben, meldet der Nahverkehrsverbund. Die Fernzüge hatten wegen der Gleisbauarbeiten auf der Strecke am 5. November eine Pause eingelegt.

Die Abfahrtszeiten sind ab Hamburg-Hauptbahnhof um 11.16 und 13.16 Uhr (beide täglich) sowie 15.48 Uhr (nur donnerstags bis sonntags), ab Niebüll um 14.01, 16.01 Uhr (beide täglich) und 18.31 Uhr (nur donnerstags bis sonntags). Ab Westerland starten die Fernverkehrszüge um 9.26 Uhr (ab Montag täglich), 10.56 Uhr (ab 25. November freitags bis montags) und 15.26 Uhr (ab Montag täglich).

Krisengespräch am Montag

Wie sich die Bahnkrise entwickelt, wollen Minister Meyer und Nah.SH-Chef Bernhard Wewers am Montag vor Ort in Augenschein nehmen. Um 14 Uhr ist ein Krisengespräch beim Verein Sylter Unternehmer anberaumt. Im Anschluss daran haben die Kaufleute zu einer Pressekonferenz eingeladen.

Für zusätzliches Kopfschütteln hat die Nachricht gesorgt, dass die DB in den nächsten Tagen ihre Reisezentren in Niebüll und Westerland jeweils für anderthalb Wochen schließt. Die Räume werden renoviert, es gibt frische Möbel. Bürgervorsteher Peter Schnittgard bezeichnete es als unmöglich, dass die DB in diesen Tagen auch noch die letzten verfügbaren Ansprechpartner aus den Bahnhöfen abzieht.

In Niebüll sind die Handwerker schon von diesem Montag an bis zum 30. November im Einsatz, in Westerland vom 29. November bis zum 8. Dezember. Währenddessen verweisen die Bahngesellschaften ihre Fahrgäste an den Ticketverkauf an den Automaten oder im Internet. Die Ticketautomaten werden übrigens erneuert – rechtzeitig zum Betreiberwechsel am 11. Dezember stellt die DB an elf Standorten an der Westküste 15 Automaten auf.

Flixbus fährt noch nicht

Der Flixbus, der bis Oktober Westerland mit Flensburg, Kiel, Hamburg und weiteren Haltestellen verbunden hat, ist derweil noch im Winterschlaf. Er sollte im Dezember wieder Sylt mit dem Festland verbinden, doch das beschränkt sich nach aktuellen Informationen auf den Zeitraum von 28. Dezember bis 1. Januar 2017. Dann legen die grünen Busse wieder eine Pause ein. Erst im Frühling soll Sylt wieder an das Flixbus-Netz angeschlossen werden. Doch bis dahin dürften im Bahnverkehr hoffentlich wieder normale Verhältnisse einkehren.

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erstellt am 19.Nov.2016 | 14:38 Uhr

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