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Sylter Rundschau

05. Dezember 2016 | 09:30 Uhr

List auf Sylt : Ausflugsschiff „Gret Palucca“ kollidiert mit Hafenmauer

vom
Aus der Onlineredaktion

Vier Personen wurden leicht verletzt und in die Nordseeklinik gebracht.

List/Sylt | Am Mittwoch kam es mit dem Ausflugskutter „Gret Palucca“ zu einer Havarie im Lister Hafen.  Um 9.45 Uhr legte das Schiff fahrplanmäßig mit 50 Passagieren und zwei Besatzungsmitgliedern an Bord in List ab und  lief wiederum planmäßig gegen 11.15 Uhr in den Hafen ein.

Der Rettungseinsatz im Lister Hafen.
Der Rettungseinsatz im Lister Hafen. Foto: Timo Jann

„Kurz nach der Einfahrt  bemerkte der Kapitän, dass das Schiff nicht korrekt aufstoppte. Das Schiff hatte noch eine Geschwindigkeit von zirka zwei Knoten“, erklärte die Reederei Adler-Schiffe.  Der Kapitän habe über Bordmikrofon den Hinweis an die Fahrgäste gegeben,  sich festzuhalten. Kurz danach berührte das Schiff die Pier im 90-Grad -Winkel. Drei Fahrgäste, die sich im vorderen Bereich des Schiffes befanden, verletzten sich dabei leicht. Ein Besatzungsmitglied zog sich durch den Aufprall leichte Verletzungen am Fuß zu. Der Rettungskreuzer „Pidder Lüng“, der im Hafen lag, nahm die „Gret Palucca“ längsseits und brachte sie an ihren Liegeplatz. Der Rettungskreuzer informierte gleichzeitig den Rettungsdienst, um die leichtverletzten Gäste zu übergeben. Die Reederei gab bekannt, dass am Schiff  ein Schaden oberhalb der Wasserlinie im Bereich des Decks entstanden sei. Die Schadenshöhe wird auf etwa 4000 Euro geschätzt. Das Schiff wird kurzfristig in die Werft HDR Husum überführt, wo ein neues Getriebe eingebaut und die Schäden im Holzbereich behoben werden. 

Ursache der Manövrierunfähigkeit war der Kupplungsflansch, der vom Getriebe abgerissen ist und somit der Propeller nicht auf Rückwärts umgesteuert werden konnte. Wie die Reederei erklärte, fand die jährliche Überholung der Gret Palucca im Februar statt, wo die gesamte Wellenanlage demontiert und überholt wurde.

Was genau die Frauen und Männer der DGzRS bei ihren Einsätzen erleben und warum es für sie gefährlich werden kann, haben die Retter auch den shz.de-Redakteuren erzählt. Die haben sie bei ihrer Arbeit mit der Kamera begleitet. Hier geht es zur großen Multimedia-Reportage.

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erstellt am 27.Jul.2016 | 12:28 Uhr

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