zur Navigation springen

Sylter Rundschau

11. Dezember 2016 | 09:07 Uhr

Inselnorden : Auktion in List – eine Hammer-Veranstaltung

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Rund 200 Menschen kamen zur Versteigerung von 40 Strandkörben ins Erlebniszentrum Naturgewalten

„Jetzt haben wir endlich ein echtes Stück List bei uns in Meerbusch!“ freuen sich Eva, Jette und Oliver Giesler. Obwohl die fröhliche Familie aus der nordrhein-westfälischen Gemeinde mit der laut Wikipedia deutschlandweit höchsten Dichte an Einkommensmillionären kommt, haben sie gerade ein richtiges Schnäppchen gemacht: „Uns gehört jetzt der echte Lister Strandkorb mit der Nummer 292. Und der kommt in unseren Garten!“ freuen sich die langjährigen und passionierten Sylt-Urlauber.

Rund 200 Menschen hatten sich am Sonnabendmittag im Erlebniszentrum Naturgewalten eingefunden, um einfach einmal die Spannung einer Auktion mitzuerleben oder selbst ein Bieterkärtchen hochzuhalten. Die Kurverwaltung List lud bereits zum zehnten Mal zur Versteigerung von ausgemusterten Strandkörbe ein, und die Veranstaltung hat mittlerweile Kultcharakter erreicht.

Vor den ersten Hammerschlag hat der Auktionsgott die Formalien gesetzt, denn der souverän agierende Auktionator Ali-Reza Djassemi erläutert ausführlich und für alle nachvollziehbar das Procedere der Versteigerung, damit es hinterher keine Unklarheiten gibt: Sobald sein Hammer gefallen sei, gelte das Gebot als bindend und der Strandkorb gehe in den Besitz des Bieters über. Der habe dann auch für den zeitnahen Abtransport zu sorgen.

Vierzig Strandkörbe warten am Lister Hafenplatz, von der Kurverwaltung vom Sand des Sommers befreit und noch einmal ordentlich geputzt, und konnten dort bereits seit einer Woche „besessen“ und begutachtet werden. Teilweise liegen für die gut zehn Jahre alten, blauweißen Zweisitzer schon online abgegebene Gebote vor, die dann aber nahezu allesamt von den Strandkorbfans vor Ort überboten werden. Rasend schnell werden die Bieterkärtchen in die Höhe gestreckt und steigert sich die Angebotssumme in jeweils Fünf-Euro-Schritten. Jeder Strandkorb wechselt im Schnitt für rund 300 Euro den Besitzer. Das macht dann nicht einmal die Hälfte des ursprünglichen Anschaffungspreises aus, der bei gut 650 Euro liegt. Kurdirektor Boris Ziegler freut das, geht der Erlös doch in seine Kurkasse. Und das macht ihn ebenso glücklich wie Familie Giesler, denn jetzt kann er viele neue „echte Stücke List“ dafür anschaffen.

zur Startseite

von
erstellt am 17.Okt.2016 | 04:26 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen