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Sylter Rundschau

10. Dezember 2016 | 02:23 Uhr

Kirchengemeinderatswahlen auf Sylt : Aufbruchstimmung in Sylts Kirchengemeinden

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Vergangenen Sonntag haben überall in Nordfriesland – auch in den sechs Evangelischen Kirchengemeinden auf der Insel – die Wahlen zu den Kirchengemeinderäten stattgefunden.

Vergangenen Sonntag haben überall in Nordfriesland – auch in den sechs Evangelischen Kirchengemeinden auf der Insel – die Wahlen zu den Kirchengemeinderäten stattgefunden. Die Sylter Rundschau hatte in einer Serie umfassend über die Aufgaben dieser wichtigen Gremien berichtet sowie alle Kandidaten und ihre besonderen Aufgaben vorgestellt.

Der Kirchengemeinderat, kurz KGR, trägt als Leitungsorgan wichtige Verantwortung in allen Bereichen. Das verpflichtet ihn, das christliche Leben in der Kirchengemeinde in jeder Hinsicht zu fördern und für ihre Einheit zu sorgen. Dies ist eine große Aufgabe, hinter der sich vielfältige Wirkungsbereiche verbergen: So berät der KGR beispielsweise die Konzeption von Kinder- und Jugendarbeit, er kümmert sich um musikalische und diakonische Arbeitsbereiche sowie um Bildungsangebote. Des Weiteren gehören die Verwaltung der Finanzen und der Liegenschaften sowie die Personalplanung zu den Aufgaben des Kirchengemeinderates.

Wie auf dem Festland war auch auf Sylt die Wahlbeteiligung sehr unterschiedlich: Während sich Morsum und List darüber freuen konnten, dass fast jeder dritte Gemeindemitglied seinen Weg zur Wahlurne gefunden hat, haben in Hörnum/Rantum von mehr als 500 Stimmberechtigten lediglich 39 gewählt. Hier lesen Sie, welche engagierten Insulaner in die Kirchengemeinderäte gewählt wurden und was Pastorinnen und Pastoren – die den Gremien als so genannte geborene Mitglieder automatisch angehören – zum Verlauf der Wahlen in ihrer Gemeinde sagen.


List – St. Jürgen


„Der Tag hat Spaß gemacht. Wir hatten unser Wahlbüro auf dem Lister Weihnachtsmarkt im DRK-Raum. Günter Lilie, Dieter Böhme und Manfred Seeger, die ‚phantastischen Drei‘ des Wahlgremiums haben ganze Arbeit geleistet. Alles war super organisiert; es gab eine fürsorgliche Begleitung der Wähler und eine präzise Auszählung. Das Ergebnis wurde im Sportlerheim verkündigt, wo die Lister Sportfreunde noch eine Runde Getränke ausgaben. Die Stimmung war gut und die Zusammenarbeit im Ort zeigte sich wieder einmal als eine produktive und fröhliche Angelegenheit.

Mit den Erstwählern ist das so eine Sache. Viele von ihnen studieren und haben keine Semesterferien, sind in anderen Ausbildungsverhältnissen oder im Auslandsjahr. Die, die wählen durften und es auch taten,fanden es toll. Grippewelle und Urlaubszeit haben zwar bei allen Altersgruppen zugeschlagen, aber wir sind mit etwas über 30 Prozent Wahlbeteiligung sehr zufrieden. Überall ist Luft nach oben, aber der neue Kirchengemeinderat muss ja auch noch Ziele und Aufgaben haben.


Kirchengemeinde Norddörfer


„In den Norddörfern sind wir zufrieden mit der Kirchenwahl 2016; die Beteiligung lag mit 16 Prozent in unserem Erwartungshorizont. Die Stimmung am Wahltag war sehr gut: Der Shantychor hat gesungen, die Kirche war überfüllt, viele Menschen sind ins Pastorat gekommen und haben mit uns den 1. Advent bis in den frühen Abend gefeiert. Jungwähler hatten wir eher wenige.

An der Mobilisierung dieser Wählerschicht werden wir bis zur nächsten Wahl noch arbeiten. In den Norddörfern sind wir glücklich, dass wir unsere erfolgreiche Arbeit mit dem neu gewählten Kirchengemeinderat fortsetzen können.“


Westerland – St. Nicolai und St. Niels


„Ein langer Tag ging gegen halb neun abends zu Ende, als endlich alle 406 Stimmzettel in Westerland gezählt waren. Bei neun zu wählenden Kandidaten und Kandidatinnen mussten viele hundert Male die Namen vorgelesen werden, die angekreuzt waren. Auch, wenn man etwas Geduld bis zum Ergebnis brauchte, herrschte eine fröhliche Stimmung im Gemeindezentrum während der Auszählung. Das lag sicherlich an dem bunten Gottesdienst am Vormittag, in dem ein großes, von Gemeindemitgliedern gestaltetes Fastentuch zum Thema ‚Freude‘ im Mittelpunkt stand oder besser hing. Es lag an der adventlichen Musik, die schon in der Kirche und dann am Nachmittag im Gemeindezentrum zu hören war: Kantorei, Jugendkammerchor und der Kinderchor der Schule St. Nicolai waren beteiligt, außerdem noch ein Trio Erwachsener. Und es lag am weihnachtlichen Basar im Kirchenweg, mit leckerem Kuchen und vielen ersten Geschenkideen- der Erlös für die Brasilienarbeit der Gemeinde.

Am Ende dann wurde es spannend. Ich dankte allen Beteiligten und betonte noch einmal, wie toll es ist, dass sich in Westerland so viele bereitgefunden hatten, ins Leitungsgremium zu gehen – mehr, als Plätze frei waren: ein gutes Zeichen für die Verbundenheit mit der Gemeinde. Dazu passte dann auch die Steigerung der Wahlbeteiligung um 20 Prozent zur Wahl vor acht Jahren.


Keitum/Tinnum – St. Severin



„Am 1. Advent hat nicht nur ein neues Kirchenjahr angefangen, sondern es wurde auch ein neuer Kirchengemeinderat gewählt. Acht Gemeindemitglieder sind bereit, für die nächsten sechs Jahr Verantwortung für die Gemeindeleitung zu übernehmen. Sieben von ihnen waren bereits in den letzten Jahren als Verantwortungsträger mit dabei. Neu im Kirchengemeinderat ist Caroline Jörgensen. Treue Verlässlichkeit und Bereitschaft zu immer neuem Engagement zeichnen unseren ehrenamtlichen Vorstand aus.“


Morsum – St. Martin


„Mit einer großen und breiten Zustimmung durch die Gemeinde dürfen die Gewählten des neuen Kirchenvorstandes sich auf ihren neuen Aufgaben freuen. Dank der hohen Wahlbeteiligung von 32 Prozent ist ein ausgeglichenes Wahlbild und eine Bestätigung der aufgestellten Bewerber entstanden. Auch die frisch Gewählten freuten sich über diesen Wahlausgang und auf die Aufgaben, die ab Januar auf sie warten.

Erfreulich ist auch die Zahl der Erstwähler: Ebenfalls mehr als ein Drittel hat zum ersten Mal Bekanntschaft mit einem Wahlvorgang und der besonderen Bedeutung der eigenen Wahlstimme gesammelt. Das drückte sich auch in der Zusammensetzung des Wahlgremiums aus: darin saßen drei Generationen einer Familie und ebenfalls zwei jung Konfirmierte, die unter Begleitung erfahrener Wahlmänner die Wahl ordnungsgemäß und souverän leiteten.


Hörnum - St. Thomas und Rantum – St. Peter


„Die Stimmung am Wahltag war gut. Mit dem 1. Advent stand die Stimmung auf Neubeginn und Erwartung. Die Wahlbeteiligung war allerdings gering, das ist sehr bedauerlich. Umso mehr ist den gewählten Kandidaten und Kandidatinnen zu danken. Diese Männer und Frauen übernehmen Verantwortung für die Leitung der Kirchengemeinde, obwohl deren Mitglieder selbst nur geringes Interesse an ihrer Kirchengemeinde zeigen. Wir sind dennoch zuversichtlich, dass wir in den kommenden Jahren miteinander zum Wohl der Kirchengemeinde arbeiten werden. “



















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erstellt am 30.Nov.2016 | 05:11 Uhr

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