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Sylter Rundschau

03. Dezember 2016 | 16:47 Uhr

Wohnungsbau : Auf Tuchfühlung mit neuen Nachbarn

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Kommunales Liegenschafts-Management KLM feierte Einweihung der Neubauten am Bastianplatz

„Hallo Nachbar!“ – dieser Gruß, häufig mit einem Augenzwinkern verbunden, war am Sonnabend auf dem Neubauareal des Bastianplatzes schon fast ein geflügeltes Wort: Im Rahmen eines Festes des Kommunalen Liegenschafts-Managements (KLM) der Gemeinde Sylt nutzten viele der künftigen Mieter die Gelegenheit, ihre neuen Domizile und Nachbarn in Augenschein zu nehmen.

Da man kein Richtfest gefeiert habe, so KLM-Geschäftsführer Marcus Kopplin, sei die Idee zu diesem Fest geboren worden – und es soll nicht das letzte bleiben: „Es wäre schön für die Gemeinschaft, regelmäßig ein solches Fest auf die Beine zu stellen.“

Die Gemeinschaft, das werden nach Abschluss der letzten Bauarbeiten im Frühherbst 2017 an die 300 Bewohner sein. Insgesamt werden sich über das Areal dann 130 Wohneinheiten verteilen, von denen die ersten 20 bereits bezogen wurden und 80 weitere in Kürze folgen.

Im einzelnen wurden und werden vergeben: 60 Mietwohnungen der KLM, 40 Wohnungen der Genossenschaft Bastianplatz, 20 Wohnungen der Lebenshilfe Sylt sowie zehn Reihenhäuser der KLM auf Erbpachtbasis.

„Wir sind überzeugt von diesem Projekt“, betonte Kopplin gegenüber den Anwesenden. „Heute können sich alle ein Bild machen – auch die Kritiker, die die verdichtete Bebauung und die Bauweise monieren.“

Einen Dank sprach Kopplin dem Arbeitskreis Wohnbebauung Bastianplatz, der Gemeindevertretung und deren Wohnungsbauausschuss sowie den Nachbarn für das Ertragen des Baulärms aus. Einen besonderen Dank richtete der Redner an den Projektleiter Rudi Stiewe, an Gerd Nielsen als Vorsitzenden des Arbeitskreises Wohnbebauung Bastianplatz sowie an Christa Markmann und Michael Matz vom Vorstand der Genossenschaft Bastianplatz.

Michael Matz berichtete, dass Ende Oktober die letzten Genossenschafts-Wohnungen belegt würden und verwahrte sich gegen „Stimmen insbesondere in den sozialen Netzwerken, die hier von einem Ghetto sprechen.“ Mario Pennino, Vorsitzender des Wohnungsbauausschusses der Gemeindevertretung Sylt, freute sich, dass „dieses Projekt Druck vom Sylter Wohnungsmarkt nimmt“ und gratulierte den neuen Bewohnern mit einem gekonnten Gedicht. Derweil berichtete Oliver Pohl, Geschäftsführer der Lebenshilfe Sylt, dass in dem neuen Gebäude der Lebenshilfe zwanzig Menschen mit Behinderungen die Chance zu einem selbstständigen Wohnen bekämen.

Bürgervorsteher Peter Schnittgard eröffnete seine Rede mit einem Pfiff in die Trillerpfeife und erinnerte an die Historie des Areals, das 1928 als Sportplatz eröffnet und vom TSV Westerland nun gern für die Wohnbebauung überlassen wurde. „Die Gemeinde investiert hier knapp neun Millionen Euro in die Zukunft“, lobte Schnittgard und gab seiner Freude Ausdruck, dass die beiden neuen Straßennamen „Am Bastianplatz“ und „Rote Erde“ an die Geschichte des Geländes erinnern.

Die einen kommen noch, die anderen sind schon da. Christa Markmann etwa zählt zu den ersten Bewohnern der gelben Backstein-Neubauten. Seit einem knappen Monat genießt sie das neue Domizil: „Es ist traumhaft hier und im Haus kennt man jeden – man meint, hier schon lange zu wohnen.“ Sonja und Michael Scharies werden ihre neue Wohnung hingegen erst in sechs Wochen beziehen. „Wir freuen uns, heute unsere künftigen Nachbarn kennenzulernen“, erklärte das Ehepaar, das sich einzig über die Verzögerungen der Bauzeit ihres Hauses ärgerte.

Bei Sonnenschein genossen zahlreiche Besucher bei dem vierstündigen Fest ein leckeres Buffet und kühle Getränke gegen Spenden zugunsten der Lebenshilfe Sylt, die Musik des Jazztrios Aquarella 2.0 und das Rahmenprogramm für die Kinder, bevor es dann hieß: „Tschüß Nachbar!“

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