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Sylter Rundschau

10. Dezember 2016 | 23:31 Uhr

Bahnchaos auf Sylt : Alle Intercitys halten jetzt in Klanxbüll

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Bis 10. Dezember können sämtliche ICs ohne Aufpreis genutzt werden. Noch bis Freitag gibt es für Pendler auch einen Bus-Shuttle via Autozug.

Ab heute informiert die Sylter Rundschau täglich über alle Einschränkungen und Ausfälle auf der Bahnstrecke zwischen dem Festland und der Insel. Außerdem veröffentlichen wir wichtige Hinweise zu allen Reisemöglichkeiten.

Alle Nahverkehrskunden der Nord-Ostsee-Bahn (NOB) können ab sofort auch sämtliche Intercity-Züge auf der Strecke Hamburg–Westerland ohne Aufpreis benutzen. Darauf hat sich die Deutsche Bahn kurzfristig mit dem Land Schleswig-Holstein und dem Nahverkehrsverbund Schleswig-Holstein (NAH. SH) geeinigt. Außerdem halten alle ICs in beiden Richtungen bereits ab heutigem Mittwoch auch im Bahnhof Klanxbüll. Diese Regelungen gelten vorerst bis zum Fahrplanwechsel am 10. Dezember und sollen dazu beitragen, die angespannte Lage auf den Schienen von und nach Sylt zumindest teilweise zu verbessern.


SH-Tarif gilt in allen Intercitys und Sylt Shuttle Plus


„Wir hoffen, dass sich die Situation für Pendler und Urlauber auf dem Weg nach Sylt durch die Mitnahmeregelung etwas entspannt. Unsere IC-Züge auf der Marschbahn bieten pro Tag bis zu 3500 zusätzliche Sitzplätze“, sagte Birgit Bohle, Vorstandsvorsitzende der DB Fernverkehr AG. Neben Tickets zum Schleswig-Holstein-Tarif werden das Quer-durchs-Land-Ticket, das Schönes-Wochenende-Ticket sowie Schwerbehindertenausweise mit gültiger Wertmarke in den IC-Zügen anerkannt – gleiches gilt für den Sylt Shuttle Plus (SSP). Allerdings können die an den Autozug angekuppelten Personentriebwagen nur in Westerland und Niebüll anhalten, anschließend fahren die meisten weiter bis Bredstedt. Lediglich ein SSP je Richtung hält auch in Husum, Heide, Itzehoe, Elmshorn und Hamburg.

>In Richtung Insel gibt es heute zwei Intercity-Verbindungen: den IC 2072 ab Husum um 13.19 Uhr, ab Niebüll um 14.01 Uhr und ab Klanxbüll um 14.10 Uhr – und den IC 2310 ab Husum um 15.19 Uhr, ab Niebüll um 16.01 Uhr und ab Klanxbüll um 16.10 Uhr.

>In der Gegenrichtung fahren die freigegebenen Intercitys wie folgt: IC 2311 ab Westerland um 9.26 Uhr, ab Klanxbüll um 9.45 Uhr, ab Niebüll um 10.13 Uhr - und IC 2073 ab Westerland um 15.26 Uhr, ab Klanxbüll um 15.45 Uhr und ab Niebüll um 16.13 Uhr.

Unterwegs halten die Intercitys nicht in Keitum oder Morsum, sondern nur noch in Heide, Itzehoe und Hamburg. Sämtliche ICs seien allerdings nicht barrierefrei, sagte eine Bahnsprecherin. Weitere Auskünfte, zum Beispiel für Rollstuhlfahrer, erteilt der DB-Mobilitätsservice. Außerdem gilt die Tarif-Freigabe in den ICs nicht für Fahrräder. Wegen der begrenzten Kapazitäten ist zur Mitnahme weiterhin eine Fahrradkarte für den Fernverkehr sowie eine gültige Stellplatz-Reservierung notwendig.

Als Alternative zu den Zügen können Pendler zunächst bis Freitag auch einen Bustransfer via Autozug nutzen. Der Reisebus der SVG fährt um 6.05 Uhr ab Bahnhofsvorplatz Niebüll nach Westerland. In Gegenrichtung startet der Bus um 16.30 Uhr vom ZOB in Westerland. Das Angebot ist auf 89 Sitzplätze begrenzt, Besitzer aller Fahrkarten des SH-Tarifs fahren kostenlos. Die Gesamtreisezeit dauert zirka eine Stunde und zehn Minuten.


NOB kann wieder mehr Verbindungen fahren


Ab heute kann die NOB zwei weitere Verbindungen wieder mit Zügen bedienen, teilte NAH.SH gestern mit. Es handelt sich um die Züge 81741 Westerland-Husum ab 12.52 Uhr und 81712 Husum-Westerland ab 13 Uhr. Sichergestellt sind außerdem die sechs halbstündigen Verbindungen ab Niebüll zwischen 6.01 Uhr und 8.31 Uhr, allerdings weiter mit ausgeliehenen Reisezugwagen. In der Gegenrichtung fällt der Zug 15.52 Uhr ab Westerland aus, es gibt lediglich einen Schienenersatzverkehr mit Bussen zwischen Klanxbüll und Husum. Gleiches gilt für den Zug ab Westerland um 22.22 Uhr – erst ab Niebüll fährt um 22.56 Uhr ein Bus bis Husum. Alle anderen Verbindungen zum Festland werden gemäß NOB-Baufahrplan gefahren.



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erstellt am 23.Nov.2016 | 05:13 Uhr

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