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Sylter Rundschau

03. Dezember 2016 | 18:43 Uhr

Jubiläumsball : „Alle, die nicht da waren, haben etwas verpasst“

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Mehrere hundert Gäste feierten beim Jubiläumsball des Vereins der Sylter Unternehmer (SU) im Congress Centrum Westerland

Einen wirklich festlichen Ball zu organisieren, ist sicher nicht leicht. Einen wirklich festlichen Ball zu besuchen, allerdings auch nicht. Schon Tage, wenn nicht Wochen vorher steht eine Frage im Raum: „Was ziehe ich an?“

Die Damen und Herren, die am Sonnabend im Congress Centrum Westerland zu Gast beim SU-Ball waren, haben diese Frage weitestgehend ausgesprochen elegant gelöst: Von der ausladenden Ballrobe über das hautenge Glitzerkleid mit tiefen Einblicken war die Damenwelt mit echten Hinguckern vertreten und auch die Herren wollten in nichts nachstehen: Smoking, dunkler Anzug, Fliege oder Krawatte waren ein augenscheinliches Muss.

„Unser Ball ist auf jeden Fall ein Wirtschaftsfaktor für die Sylter Bekleidungsindustrie“, schmunzelt dann auch der Ehrenpräsident der Sylter Unternehmer Peter Matthiessen. Im Balltrubel zwischen der gut gefüllten Tanzfläche und dem großen Hallo an den Stehtischen im Foyer haben er und sein Nachfolger Zeit für ein kurzes Gespräch. Der jetzige SU-Präsident Karl Max Hellner kann Peter Matthiessen nur zustimmen: „Partys wie in den letzten Jahren sind gut und schön, zu unserem Jubiläum sollte es aber wieder einmal ein richtiger Ball sein.“ sagt er.

Mehrere hundert Gäste sind dieser Einladung ins Congress Centrum gefolgt und haben zu den Klängen der hervorragenden Chris Genteman Group und des erfahrenen DJ Volquardsen bis weit nach Mitternacht getanzt. „Die Veranstaltung ist ein Dankeschön an unsere über 500 Mitglieder“, sagt Karl Max Hellner, „zählen wir deren Mitarbeiter zusammen, sind die Sylter Unternehmer das Sprachrohr von gut 4000 Arbeitnehmern auf Sylt. Da hat unsere Stimme schon Gewicht.“.

Das war schon vor fünfzig Jahren so, als Peter Matthiessen den Verein aus der Taufe hob: „Wir waren damals noch konfrontativer als heute. Vor allem gegen die nicht gerade unternehmerfreundliche Politik auf der Insel wollten wir eine unabhängige Instanz bilden,“ erinnert er sich. Das ist in den letzten 50 Jahren gelungen. Die Mitgliederzahl ist ständig angewachsen, die Themenfelder, die die SU besetzt, sind immer vielfältiger geworden.

Das macht auch der Vorstand, der den Ballabend mit einem Einmarsch zu Musik eröffnete, sichtbar. „Wir haben die unterschiedlichsten Berufsgruppen im Vorstand und der Mitgliederschaft. Alle Orte der Insel sind vertreten, wir sind ein echter Sylt-Verein geworden,“ freut sich der heutige erste Vorsitzende.

Dieses Selbstverständnis ist auf der Veranstaltung zu spüren. Zahlreiche Gäste kennen sich untereinander, es werden brandaktuelle Inselneuigkeiten ebenso ausgetauscht wie in Erinnerungen geschwelgt. „Früher gehörte zu dem Ball der Sylter Unternehmer auch ein Programm mit einer Tombola und einer Vorführung“, erinnert sich ein Mitglied der ersten Stunde, „doch wollen wir heute wirklich noch Männer in Frauenkleider sehen?“ Manch ein Gast hätte sich dieses gewünscht.

Gefüllt wird die „Programmlücke“ durch ein umfangreiches Gastronomieangebot. In liebevoll und extra für diesen Abend angefertigten Reetdach-Ständen präsentieren Gosch Sylt, Möller’s Anker, Gogärtchen, Zur Eiche und das Café Wien Front-Cooking.

Gut gelaunte Köche richten vor den Augen der Gäste konzentriert die feinen Speisen an. Von Tagliatelle aus dem Parmesanlaib über das geschmorte Kalbsbäckchen und die Roulade vom Husumer Rind bis hin zu den Dessertvariationen läuft den Gästen schon beim Anblick der sorgsam dekorierten Teller das Wasser im Mund zusammen.

Zurück am Tisch stehen dann ganz besondere Servicekräfte parat: Die angehenden Abiturienten des Schulzentrums Sylt bessern mit ihrem Einsatz die Abikasse auf. Auch das ist eine Form der insularen Unterstützung, die die SU bieten.

Und wie geht es weiter? Peter Matthiessen und Karl Max Hellner schauen in die Zukunft: „Auch in 25 Jahren wird es die Sylter Unternehmer noch geben“, sind sie sich sicher. „Vielleicht feiern wir dann eine riesige Strandparty mit 2500 Gästen und David Guetta als Musicact“, schlägt Hellner vor und bringt Matthiessen zum Lachen. „Auf jeden Fall“, sagt dieser, „haben alle, die heute Abend nicht dabei waren, eine ganz tolle Veranstaltung versäumt.“ Recht hat er.

Im nächsten Jahr werden die Sylter Unternehmer erst einmal Luft holen und kein Fest ausrichten. Ab 2018 geht es dann im Wechsel zwischen Ball und Party weiter. Zum Glück bleibt bis dahin ausreichend Zeit, um die Frage nach dem „Was ziehe ich an?“ in Ruhe zu klären.

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erstellt am 12.Sep.2016 | 05:11 Uhr

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