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Sylter Rundschau

28. Juli 2014 | 22:30 Uhr

Wacken Open Air : Ackern für das härteste Festival der Welt

vom

Der Aufbau zur weltgrößten Heavy-Metal-Party hat begonnen. 75.000 Fans werden erwartet - und die zählen die Tage runter wie Knirpse die Zeit bis zum Weihnachtsfest.

Wacken | Noch 13 Tage bis zum Wacken-Wahnsinn. Vom 2. bis 4. August bricht wieder die Metal-Invasion über das beschauliche kleine Dorf Wacken im Kreis Steinburg herein. 75.000 Fans werden auf dem 23. Wacken Open Air (W:O:A) feiern und machen es damit zum größten Heavy-Metal-Festival der Welt.
Viel ist davon im Moment im Dorf noch nicht zu sehen. Die Ortsschilder - begehrte Souvenirs unter den Fans - sind noch nicht abgeschraubt, von Gitterzäunen an den Straßen und W:O:A-Wegweisern noch keine Spur. Nur auf den Koppeln nördlich der Gemeinde herrscht schon reges Treiben. Die Kühe sind gerade runter von den Grünflächen, da rückte das Aufbau-Team schon an. Seit Montag ist eine 34-Mann starke Gruppe vor Ort. Bis zum Startschuss der Metal-Sause wird das Team auf mehr als die hundertfache Größe anwachsen und im Dorf eine eigene Metal-Stadt für 75.000 Fans und mehr als 140 Bands hochziehen.
"Ich falle jeden Abend total kaputt ins Bett"
Einer der Headliner sind die "Scorpions" - die erfolgreichste deutsche Metalband überhaupt. Die Musiker geben das allerletzte Festival-Konzert ihrer Karriere auf dem Wacken Open Air. "Es wird eine Best-Of-Show geben", erklärt W:O:A-Pressesprecherin Britta Kock. Den Megahit "Wind of Change" werden sie aber nicht spielen. "Die Scorpions sind ursprünglich eine Metalband. Da passt es gut, dass sie eines ihrer letzten Konzerte auf dem Wacken Open Air spielen." Außerdem haben Bands wie "In Flames", "Amon Amarth" und "Machine Head" ihr Kommen zugesagt. Auch die deutsche Heavy-Metal-Legende Udo Dirkschneider ist dabei. Zu seinem 60. Geburtstag wird er mit seiner Band "U.D.O." eine besondere Show für die Fans geben. Dazu gibt es ein bunt bestücktes Rahmenprogramm, von Stripperinnen über Wrestling bis zum Mittelalterspektakel - drei Tage volles Programm, Party und Promille.
Für einige Fans ist die dreitägige Feier nicht genug. Sie wollen hinter die Kulissen des Metal-Mythos blicken. Mellanie Voß (23) aus Heide (Kreis Dithmarschen) und Franziska Frind (19) aus Reinbek (Kreis Stormarn) sind zwei von zehn Praktikanten, die das Team dieses Jahr unterstützen. Sie möchten später im Bereich Event-Management arbeiten. "Ein Festival bedeutet viel Arbeit, und das wissen viele vorher nicht", erzählt Britta Kock. Es gehe eben nicht nur darum, berühmte Künstler zu treffen. Von Tag 1 an sind die beiden Mädchen voll eingespannt. Drei Wochen vor Festivalstart rückten die Praktikanten mit den ersten Arbeitern an, um alles für das W:O:A vorzubereiten: Parkplätze abstecken, Kaffeemaschinen putzen, Zäune aufstellen - und all das im strömenden Regen.
Den Spaß an der Sache und vor allem am W:O:A hat aber noch keines der beiden Mädchen verloren. "Es ist total spannend zu erleben, wie hier alles entsteht", sagt Mellanie Voß. "Ich könnte mir sogar vorstellen, hier dauerhaft zu arbeiten." Nur feiern wird sie dieses Jahr wohl weniger als sonst, denn W:O:A hautnah ist ein anstrengender Job: "Ich falle jeden Abend total kaputt ins Bett."

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von Kristina Röhrs
erstellt am 21.Jul.2012 | 03:46 Uhr

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01. | 3Base Art'n Media GbR Herr Schmidt, Holger | 25.07.2012 | 11:56 Uhr
Provokation?

Da beschwert sich jemand wirklich über das "Satanszeichen"? Was bitte meint der Schreiber etwa die "Pommesgabel"? Das freundliche Zeichen für jeden Metalhead wir hören Musik die laut ist? Dann entfernen Sie bitte sämtliche Kruzifixe aus dem öffentlichen Raum das Zeichen für Kreuzüge und Hexenverbrennungen, Zölibat und Rückschrittlichkeit, Pomp in Rom gegen Armut in den Ländern der 3ten Welt, Ablasshandel und Schwulenhetze. Besten Dank und etwas Toleranz bitte! :-)

02. | A CL | 21.07.2012 | 10:04 Uhr
*Kopfschüttel*

Tja Herr Stein, die mit den Fingern geformte 6 gehört nun mal zum Metal, wie der Papst zum Vatikan. Ohnehin ist es sicherlich sehr schwierig Bilder von Wacken zu zeigen, auf denen die "Finger-6" nicht zu sehen ist.

Zu den "allerletzten" Auftritt der Scorpions: Das ist scheinbar ein gerne gesagter Ausspruch um noch mehr Leute anzulocken (was bei Wacken eigentlich nicht Not tut). Und im nächsten Jahr stehen sie dann wieder irgendwo auf der Bühne...

03. | Hans Stein | 20.07.2012 | 20:35 Uhr
Provokation

Vorweg: Ich mag bestimmten Metal und die Scorpions würde ich eher als Hard-Rocker einstufen.
Dennoch empfinde ich es als Provokation des shz, ein Bild zu veröffentlichen, auf dem der Satan mit dem Satanszeichen verherrlicht wird. Das muss nicht sein!

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