zur Navigation springen

Sylter Rundschau

03. Dezember 2016 | 20:45 Uhr

Gemeinde Sylt : 38 Parkscheinautomaten werden ausgetauscht

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

In den kommenden zehn Jahren sollen peu à peu alle Parkscheinautomaten in der Gemeinde gegen neue, moderne Geräte ausgetauscht werden.

Parken auf Sylt kann – je nachdem wann und wo man sein Auto abstellt – eine teure Angelegenheit werden, vor allem in den Sommermonaten, wenn in der Westerländer Innenstadt 1,50 Euro pro Stunde anfallen. So kommt, über das Jahr gesehen, eine doch recht imposante Summe in der Gemeindekasse zusammen: Im Jahr 2015 immerhin über 1 Million Euro. Dazu kamen noch knapp 400  000 Euro aus den Einnahmen der Verwarn- und Bußgelder.

Dass diese Einnahmen allerdings wichtig für den Haushalt der Gemeinde Sylt sind, weiß Bürgermeister Nikolas Häckel: „Die Parkeinnahmen sind Finanzmittel und wegen der starken Ausgabepraxis der Gemeinde wichtig“, berichtet er gegenüber der Sylter Rundschau.

Damit das Geld auch zuverlässig eingenommen werden kann, sollen in den kommenden zehn Jahren peu à peu alle Parkscheinautomaten in der Gemeinde gegen neue, moderne Geräte ausgetauscht werden. Das beschlossen die Mitglieder des Finanzausschusses einstimmig in ihrer vergangenen Sitzung. Der Beschluss sieht vor, dass pro Jahr bis zu vier Geräte angeschafft werden sollen. Die hierfür erforderlichen Haushaltsmittel belaufen sich auf 30  000 Euro pro Jahr, das heißt, dass ein Automat 7500 Euro kostet. In zehn Jahren will die Gemeinde für alle neuen Parkscheinautomaten insgesamt knapp 300  000 Euro ausgegeben haben.

Im Gemeindegebiet werden insgesamt 38 Parkscheinautomaten betrieben, die teilweise über 20 Jahre alt sind und deren Technik inzwischen veraltet sei, schreibt die Verwaltung in ihrer Vorlage. Bislang konnten kaputte Automaten gegen gebrauchte Modelle des gleichen Herstellers ausgetauscht werden. Da aber diese Geräte seit kurzem nicht mehr erhältlich sind, muss eine neue Lösung gefunden werden und eine Ausschreibung nach dem neuesten Stand der Technik erfolgen.

Die alten Modelle sollen nach Auffassung des Finanzausschusses sukzessive ausgetauscht werden und somit auf den neuesten technischen Stand gebracht werden. Und der könnte einige Verbesserungen für den Parker bieten. Die bisherige Planung sieht Automaten vor, die auch Handy-Parken möglich machen. Diese Funktion bietet die Möglichkeit, per Mobiltelefon die Parkgebühr bargeldlos zu entrichten, ohne dass man einen Parkscheinautomaten verwenden muss. Um einen Parkprozess zu starten, ruft der Nutzer beim Betreiber an oder übersendet eine SMS. Damit beginnt der Parkvorgang. Um den Parkprozess zu beenden, muss der Nutzer beim Betreiber anrufen oder eine weitere SMS schreiben und sich so wieder ausbuchen.

Alle Automaten sollen über eine zentrale Verbindung zum Arbeitsplatz in der Verwaltung mit entsprechender Servicesoftware ausgerüstet sein. Möglicherweise sollen die neuen Geräte auch mit einer Kreditkartenfunktion und/oder Solarmodulen ausgestattet sein. Beides ist jedoch bisher nur optional. Beim Bezahlen mit der Kreditkarte sei ein erheblicher Abrechnungsaufwand zu erwarten, so dass erhöhte Personalkosten zu berücksichtigen wären. Solarmodule hätten den Nachteil, dass, zusätzlich zu den hohen Anschaffungskosten mit erhöhtem Wartungsaufwand gerechnet werden müsse.

Welche Geräte schließlich angeschafft werden, wird die Ausschreibung durch die Gemeinde ergeben, für die allerdings zunächst noch haushaltsrechtliche Voraussetzungen geschaffen werden müssen.


Neues Park-Konzept wird schrittweise umgesetzt


Um das teils überlastete Parksystem auf Sylt zu entlasten, wurde bereits im März dieses Jahres das neue Park-Konzept beschlossen, das sich zum größten Teil mit dem Innenstadtbereich von Westerland befasst. Diese Pläne sollen nach Angaben von Nikolas Häckel „schrittweise umgesetzt werden“, die Vorbereitungen laufen jedoch bereits, wie er bestätigt. Das Konzept soll unter anderem dafür sorgen, dass Parken am Straßenrand teurer ist als auf Parkplätzen und im Parkhaus, dass Parkhäuser und Parkplätze durch ein neues Verkehrsleitsystem leichter zu finden sind und dass das Tarifsystem vereinheitlicht wird. Statt von 10 bis 19 Uhr soll der gebührenpflichtige Zeitraum während der Saison künftig von 11 bis 21 Uhr laufen. Dadurch soll es Syltern und Gästen ermöglicht werden, am Morgen kleinere Besorgungen zu erledigen, ohne für ein Parkticket zahlen zu müssen. Außerdem soll die Höchstparkdauer sinnvoll angepasst werden. Heißt: An den Bahnhöfen oder am Flugplatz soll die Parkdauer eher kürzer sein, auf den Großparkplätzen am Strand soll es keine Höchstparkdauer mehr geben. Auch hier sollen die Tarife angepasst werden: Während derzeit der Tageshöchstsatz auf Großparkplätzen zwischen 1,50 und 9 Euro liegt, soll er künftig einheitlich fünf Euro betragen.

zur Startseite

Sylter Rundschau-Redakteurin Julia Nieß von
erstellt am 19.Sep.2016 | 05:22 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen