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Sylter Rundschau

23. Juli 2014 | 03:30 Uhr

Deutsche Rote Kreuz Westerland : 14 Einsätze pro Tag für die Retter vom DRK

vom

Der Sylter Rettungsdienst zog Bilanz für das Jahr 2012: Insgesamt 5190-mal waren die Fahrzeuge des DRK im Vorjahr unterwegs.

Sylt | Dem trüben Sommer 2012 konnten wohl nur die Wenigsten etwas Positives abgewinnen - das Deutsche Rote Kreuz Westerland (DRK) allerdings aus gutem Grund: Gegenüber 2011 halbierte sich die Zahl der Rettungseinsätze am Strand. Nur 30-mal mussten die Allrad-Rettungsfahrzeuge ausrücken, davon achtmal unterstützt durch einen Notarzt. Vom Hitzschlag bis zu Verletzungen durch Buhnen reichte dabei die Bandbreite der Vorfälle.
Die Strandeinsätze stellten indes nur einen geringen Anteil der Alarmierungen: Insgesamt 5190-mal - das entspricht 14 Einsätzen pro Tag - waren die Fahrzeuge des DRK im Vorjahr unterwegs. Allein 2762-mal war ein Rettungswagen im Einsatz, 764-mal musste der Notarzt ausrücken. Hinzu kamen 1664 Fahrten der Krankentransportwagen, die beispielsweise Patienten zur Dialyse brachten oder aus der Nordseeklinik abholten. 416-mal davon fuhren die Krankentransportwagen aufs Festland: Ein Teil der Patienten wurde in Fachkliniken befördert, andere in das Krankenhaus ihres Heimatortes - bis nach Süddeutschland führte dabei die weiteste Tour. Insgesamt wurden bei den 5190 Fahrten vom DRK-Fuhrpark 130.000 Kilometer - davon 45.000 Kilometer auf dem Festland - zurück gelegt. Der November 2012 stellte dabei mit 162 Notfällen den schwächsten Monat des Jahres dar, während die Retter im Spitzenmonat Juli gleich 345-mal ausrücken mussten.
Auf die schnellen Reaktionszeiten verweist der DRK-Vorsitzende Karl-Heinz Kroll: "Nach der Alarmierung durch die Rettungsleitstelle via Meldeempfänger vergehen maximal 60 Sekunden, bis ein Rettungstransportwagen ausgerückt ist, nach spätestens 90 Sekunden ist der Notarzt auf dem Weg." Zugleich mahnt Kroll die Notwendigkeit an, die Insel komplett durch das Digitalfunknetz abzudecken: "Es gibt mehrere Stellen auf Sylt, an denen die Fahrzeuge keinen Funkkontakt zur Leitstelle haben."
Lob spricht Rettungsdienstleiter Arne Dekarz "der hervorragenden Zusammenarbeit mit der Polizei, den Feuerwehren und der Klinik" aus. "Einen besonderen Anteil daran hat auch die Feuerwehr Hörnum, die im Rahmen des First Responder-Prinzips 108-mal medizinische Ersthilfe leistete."
Insgesamt waren die Kräfte des DRK Westerland im Vorjahr 75.000 Stunden im Dienst. Besondere Anerkennung, so Kroll, verdiene in diesem Zusammenhang die ehrenamtliche Bereitschaft des DRK: "Dass deren Mitglieder mehr als 10.000 Stunden ihrer Freizeit für die Allgemeinheit geopfert haben, ist gar nicht hoch genug zu bewerten".
Die gut 50 Ehrenamtlichen seien eine wesentliche Stütze, indem sie unter anderem bei hohem Aufkommen an Einsätzen zusätzliche Fahrzeuge besetzen und den Sanitätsdienst bei Veranstaltungen stellen.

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von Frank Deppe
erstellt am 25.Feb.2013 | 07:45 Uhr

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