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Stormarner Tageblatt

10. Dezember 2016 | 07:58 Uhr

Ahrensburg : Zwischen Gegenwart und Zukunft

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

„Verein Theater und Musik in Ahrensburg“ präsentiert erneut hochwertiges Programm, sorgt sich aber um die Zukunft

Qualität – Qualität ist das maßgebliche Kriterium, wenn Sabine Schwarz und Hinrich Tramm vom „Verein Theater und Musik in Ahrensburg“ das Programm für die nächste Spielzeit zusammenstellen. So ist es seit Jahrzehnten und so ist es auch mit Blick auf die neue Saison 2016/17, die Schwarz und Tramm gemeinsam mit Ahrensburgs Bürgermeister Michael Sarach und der Kulturbeauftragten der Stadt, Petra Haebenbrock-Sommer, jetzt präsentierten.

„Mir ist es wichtig, dass die großartige Arbeit dieses Vereins gewürdigt wird und auch für die Zukunft erhalten bleibt. Ich bin wieder sehr angetan von dem Programm, das auf die Beine gestellt werden konnte, und möchte hier öffentlich mein Lob aussprechen“, so Sarach. „Im Konzertbereich können wir wieder hochwertige Klassikkonzerte versprechen, die unterschiedliche Ensembles aber auch Solokünstler nach Ahrensburg holen“, verspricht Tramm. „Dabei decken wir auch unterschiedlichste Epochen bis hin zur Moderne ab“, erklärt er weiter. Mit dabei ist zum Beispiel das international berühmte Artemis Quartett oder das Trio con Brio Copenhagen.

Dasselbe gilt erneut für das Angebot der darstellenden Kunst auf der Theaterbühne. Auch in diesem Bereich bleibt sich der Verein treu und präsentiert Tourneetheater mit Schauspielern wie Volker Lechtenbrink oder Ensembles aus Hamburg, Stuttgart und München mit gutem Ruf. Doch einen Unterschied gibt es zwischen der Konzertreihe und den Theatervorführungen: Die Auslastung der Säle. „Ich würde mich freuen, wenn es uns gelingen würde, dort die Prozentzahlen deutlich zu steigern. Bei den absoluten Zahlen liegen wir nicht so deutlich hinter den Konzerten, aber bei uns bleiben wegen der Größe der Aufführungsorte mehr Plätze frei“, erklärt Schwarz. Vor allem junge Menschen kämen leider im Vergleich zu früher immer weniger zu den Theaterterminen. „Ich finde es wichtig, dass wir dieses Angebot am Leben halten und immer wieder versuchen, auch junge Menschen zum Besuch zu animieren“, führt Schwarz aus.

„Wir dürfen dabei nicht vergessen, dass es auf Grund der Möglichkeiten und Größe unserer Säle hier möglich ist, Theater zu präsentieren, die es in Bargteheide oder Großhansdorf nicht zu sehen geben wird. Die könnten sonst nur in Hamburg spielen. Natürlich vergleichen wir uns jetzt nicht mit der Hansestadt, aber wir sind schon stolz auf die Möglichkeiten, die wir als Kleinstadt bieten können. Es wäre schön, wenn das Angebot daher noch besser angenommen würde“, fügt Haebenbrock-Sommer an.

Größere Sorgen bereitet dem Team allerdings auch die Frage nach einer Nachfolge in ihren Ämtern. Schon im vergangenen Jahr betonten beide Senioren, dass sie natürlich – ganz natürlich – nicht davon ausgehen könnten, die Ämter definitiv in zehn oder zwanzig Jahren noch ausführen zu können. Auf Nachfrage, ob sich denn im Verlauf der letzten zwölf Monate daran etwas geändert habe, lächelt Tramm nur und schüttelt den Kopf. „Absolut nicht“, sagt auch Schwarz besorgt.

Jetzt hoffen die engagierten Kultur-Organisatoren erstmal auf eine gute Auslastung in der aktuellen Spielzeit. Erneut gibt es ein Abomodell mit dem man alle Vorführungen einer Sparte buchen kann oder auch Karten im Einzelverkauf. Als Sondervorstellung eröffnet die A-Capella-Gruppe „LaLeLu“ die Saison am 10. September. (siehe Seite 18). Mehr zum Programm und zur Staffelung der Ticketpreise gibt es unter www.theater-und-musik-in-ahrensburg.de 

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erstellt am 31.Aug.2016 | 17:13 Uhr

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