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Stormarner Tageblatt

05. Dezember 2016 | 15:30 Uhr

Ahrensburg : Zwei plüschige Seehasen für den Nobelpreisträger

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Eric Kandel zeichnete drei Abiturientinnen erstmals mit einem Schulpreis aus.

Im September vergangenen Jahres gab Eric Kandel (87) dem Gymnasium am Heimgarten offiziell seinen Namen, jetzt besuchte der Nobelpreisträger zum zweiten Mal „seine“ Schule – und das aus gutem Grund: Gestern wurde erstmalig der Eric-Kandel-Schulpreis verliehen.

Drei Abiturientinnen sind die Trägerinnen dieser Auszeichnung: Jasmin Grollmuß, Lena Stein und deren Schwester Vera Stein. Vergeben wird der Preis für besonderes Engagement um das Ansehen des Gymnasiums – in diesem Fall war es das künstlerische Engagement. Die Drei haben seit der fünften Klasse nicht nur im Chor mitgesungen, sondern spielten in der Big-Band des Gymnasiums mit und waren bei den Aufführungen des Musiktheaters stets dabei.

Lena und Vera Stein interessierten sich auch für die Naturwissenschaften, zum Beispiel in der Robotik AG und nahmen am Projekt „Jugend forscht“ teil. „Die drei Schülerinnen haben bewiesen, dass durch Einsatz über das ‚Pflichtprogramm‘ hinaus Schule ein begeisternder Lernort sein kann“, würdigte der Direktor des Gymnasiums, Gerd Burmeister, während der Preisverleihung das Engagement der drei Abiturientinnen: „Damit haben sie das Schulleben entscheidend mitgestaltet.“

Ein besonders Geschenk werden Dr. Denise und Eric Kandel mit in die Vereinigten Staaten nehmen: Zwei von den Schülern kreierte Kalifornische Seehasen, deren lateinische Name Aplysia californica lautet. Und weil die beiden Meeresbewohner in diesem Fall aus Stoff sind, bekamen Dr. Denise und Eric Kandel zwei „Aplüschia“-Tierchen.

Der Nobelpreisträger hatte sich Anfang der 1960er Jahre mit dieser Meeresschnecke beschäftigt und festgestellt, dass einfache Formen des Lernens – wie zum Beispiel die Sensitivierung – untersucht werden können. Das Ehepaar Kandel lebt und arbeitet in New York. Geboren wurde Eric Kandel in Wien und floh im Jahr 1938 in die USA. Den Nobelpreis erhielt Eric Kandel im Jahr 2000 für seine neurowissenschaftlichen Forschungen, in den vergangenen Jahren engagierte er sich zudem im Kampf gegen den Antisemetismus. In der Nacht zum heutigen Dienstag flog das Ehepaar zurück nach New York.


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