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Stormarner Tageblatt

06. Dezember 2016 | 17:07 Uhr

Sturmschäden : Zoran wütet in Stormarn

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Überall im Kreis Stormarn Aufräumarbeiten am Tag nach dem kurzen, aber dafür heftigen Orkan.

Die Attacke war kurz, aber heftig. Stormarn und die Autobahnen waren besonders von Sturmtief „Zoran“ betroffen.

Sechs Verkehrsunfälle ohne Verletzte, ein Verkehrsunfall mit drei leicht Verletzten, sechs Gefahrenstellen durch umgestürzte Bäume oder Gegenstände sowie zwei Gefahrenstellen, weil sich zentimeterhohe Wasserlachen gebildet hatten, wurden allein bei der Oldesloer Polizei gemeldet.

Gegen 18.10 Uhr kam es auf der A 21, kurz vor der Anschlussstelle Oldesloe Süd, zu einem Unfall, bei dem drei Menschen leicht verletzt wurden. Eine 28-jährige Reinbekerin fuhr mit ihrem VW Polo auf dem linken Fahrstreifen in Richtung Kiel. Auf dem Beifahrersitz saß ein 16-jähriger Bekannter aus Hamburg. In Höhe Blumendorf hatte sich wegen der extremen Regenmassen eine 50 Meter lange Wasserlache auf der Fahrbahn gebildet. Die Frau geriet ins Schleudern und touchierte den neben ihr fahrenden Sattelzug eines 41-jährigen Kielers. Der kam nach rechts von der Fahrbahn ab und kollidierte mit der rechten Schutzplanke. Auf dem linken Fahrstreifen näherte sich ein 54-Jähriger aus Ellerau mit seinem Citroen Kombi. Der Fahrer konnte wegen des aufgewirbelten Wassers nichts sehen, lenkte nach rechts und prallte mit großer Wucht auf das Heck des Polos. Dessen Insassen mussten leicht verletzt ins Krankenhaus gebracht werden. Der Sachschaden wird auf rund 16  000 Euro geschätzt. Fast zeitgleich geriet ein 52-Jähriger aus Tramm mit seinem Opel Zafira einige Meter weiter ins Schleudern. Er rutschte mit dem Wagen über die rechten Fahrbahn und prallte mit hoher Wucht gegen den Bordstein. Kurz darauf kam er zum Stehen. Die Beamten sperrten den Bereich der Unfallstelle für etwa eine Stunde voll ab.

In Rümpel knickte der Sturm eine Bahnschranke ab. Nein, nicht der grade fertig gestellte Übergang, sondern in der Straße Im Seybeck.

In Stapelfeld fiel gegen 20 Uhr in der Reinbeker Straße ein Baum auf ein Mehrfamilienhaus. Glücklicherweise wurde niemand verletzt.

An der Landesstraße 88 zwischen dem Lasbeker Ortsteil Krummbek und dem Pölitzer Ortsteil Schulenburg hat der Sturm eine Schneise der Zerstörung hinterlassen. Rund 40 der um 1910 gepflanzten Alleebäume wurden entwurzelt und blockieren die Fahrbahn. Für die Freiwilligen Feuerwehren Lasbek, Pölitz und Schulenburg war der erhebliche Sturmschaden nicht zu bewältigen. Die Straße musste voll gesperrt werden. Neben den bereits umgestürzten Bäume stehen zudem noch zahlreiche Alleebäume in einer erheblichen Schräglage und werden nur noch von den gegenüberliegenden Bäumen gehalten. Außerdem haben die entwurzelten Bäume zum Teil auch den Asphalt der Straßendecke beschädigt. Gestern wurde zunächst eine Bestandsaufnahme durch das zuständige Straßenbauamt gemacht. Die Aufräum- und Sanierungsarbeiten werden sich voraussichtlich über einen längeren Zeitraum hinziehen ebenso wie die Vollsperrung der Landesstraße.

Bis weit nach Mitternacht waren 50 Ahrensburger Feuerwehrleute im Sturmeinsatz unterwegs. Insgesamt rückten sie zu mehr als sechzig Einsätzen aus. Keller und Garagen liefen bei Starkregen voll und zahlreiche Bäume kippten durch Sturmböen um. Unterstützt wurden sie von den Feuerwehrleuten aus Barsbüttel, die zur Verstärkung mit einer zusätzlichen Drehleiter anrückten.

In Großhansdorf musste ein Zug wegen eines umgekippten Baums evakuiert werden. Eine kräftige Böe kippte mehrere Bäume auf das Ehrenmal am Waldreiterweg und beschädigte dieses schwer.

 

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23-2176993_Bad Oldesloe_Andreas_Olbertz_Redakteur.JPG von
erstellt am 07.Mai.2015 | 06:00 Uhr

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