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Stormarner Tageblatt

04. Dezember 2016 | 04:57 Uhr

Barsbüttel : Zehn Personen im Krankenhaus

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Alarm im Altenheim: Verdacht auch Norovirus. Das Gesundheitsamt überwacht die Hygienemaßnahmen. Testergebnisse werden Donnerstag erwartet.

Bei 35 erkrankten Frauen und Männern aus dem Seniorenheim in Barsbüttel geht das Gesundheitsamt des Kreises vom Norovirus als Ursache aus. „Das ist zwar noch nicht bestätigt, wir handeln aber so wie bei dem hoch ansteckenden Norovirus“, sagt Amtsarzt Jörg Günther. Zehn der 35 Personen sind so schwer erkrankt, dass sie im Krankenhaus behandelt werden.

Am Freitag waren die ersten Fälle aus Barsbüttel gemeldet worden, am Sonnabend war das Gesundheitsamt vor Ort, „um die Umsetzung der Hygienemaßnahmen zu überwachen“, so Günther: „Das sind eigentlich bekannte Abläufe, die das Haus auch kennt.“ Bereits am Samstag kamen sieben Personen ins Krankenhaus. Insgesamt hat das Haus mehr als 200 Bewohner.

Dem Kreis Stormarn wird mindestens einmal im Monat ein Verdacht auf den Norovirus gemeldet, meistens aus Einrichtungen wie Kitas, Heimen oder auch Krankenhäusern. „Zu einem Ausbruch kommt es aber nur selten, vielleicht zwei oder drei Mal im Jahr“, sagt Günther.

Das Virus ist zwar hochansteckend, wird aber normalerweise nur durch Ausscheidungen übertragen. „Der normale Weg geht über die Hände auf Türgriffe oder Haltestangen, denn das Norovirus ist ein sehr umweltresistenter Keim.“ In Ausnahmefällen ist auch die Übertragung durch die Luft möglich, weil die Erkrankungen mit starkem Erbrechen einhergeht und sich die Keime dann durch die Aerosole übertragen können.

Günther geht davon aus, dass die ergriffenen Hygienemaßnahmen ausreichen. „Das Heim hat zur Sicherheit noch den Besuchsverkehr eingeschränkt, obwohl wir das nicht empfohlen haben.“

Mit den Testergebnissen, ob es sich um den Norovirus handelt, rechnet Dr. Peter Wellhöner, Ärztlicher Direktor in der Asklepios Klinik Bad Oldesloe, bis Donnerstag. Die Träger sind bereits ansteckend, bevor die Krankheit ausbricht. Und auch wenn sich der Betroffene nach ein bis drei Tagen wieder „fit“ fühlt, kann der Erreger noch tage- oder wochenlang ausgeschieden und weiterverbreitet werden, so Dr. Wellhörner.

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23-2176993_Bad Oldesloe_Andreas_Olbertz_Redakteur.JPG von
erstellt am 28.Nov.2016 | 06:00 Uhr

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