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Stormarner Tageblatt

10. Dezember 2016 | 04:19 Uhr

Würdigung für Bürgermeister

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Herbert David und Harald Lodders gut 20 Jahre im Amt / Stormarner Gemeindetag fordert mehr Hilfe auf Flüchtlings-Sektor

In lockerer Atmosphäre trafen sich die Mitglieder des Gemeindetages Stormarn im Gemeinschaftshaus bei Kaffee und Kuchen und einem kalten Büfett. Dabei waren die Themen durchaus ernst. Kreisverbandsvorsitzender Thomas Schreitmüller begrüßte unter den rund 70 Gästen Stormarns neuen Landrat, Dr. Henning Görtz,, sowie Nordstormarns neuen Amtsdirektor, Stefan Wulf, Kreistagspräsident Hans-Werner Harmuth, Amtsvorsteher Paul Friedrich Beeck, Kreiswehrführer Gerd Riemann, Tilo von Riegen aus dem Innenministerium und die ehrenamtlichen Bürgermeister der Stormarner Gemeinden.

Jeweils 20 Jahre im Amt sind Bürgermeister Herbert David und Harald Lodders aus Lasbek. Als Anerkennung für ihren unermüdlichen ehrenamtlichen Einsatz erhielten sie aus den Händen von Thomas Schreitmüller und Landesgeschäftsführer Jörg Bülow die Ehrengabe des Schleswig-Holsteinischen Gemeindetages. Lütjensees Bürgermeisterin Ulrike Stentzler wurde als Nachfolgerin von Nordstormarns ehemaligen Amtsdirektor, Sönke Hansen, in den Kreisvorstand gewählt, Bürgermeister Oliver Mesch aus Trittau als stellvertretendes Mitglied.

Bülow und Schreitmüller wiesen auf das Problem der Flüchtlingsunterbringung und Versorgung hin. Die Kommunen bräuchten Verlässlichkeit und Handlungssicherheit, um weiterhin Unterkünfte vorzuhalten oder zu renovieren und die Integration auch von nachkommenden Familienangehörigen zu unterstützen. Daher sei ein drittes Kommunalpaket unerlässlich. Die einmalig gezahlte Pauschale vom Januar 2016 für die Flüchtlinge sei längst aufgebraucht. Keiner könne voraussehen, ob die Flüchtlingswelle wieder ansteige. Daher müssten Wohnungen vorgehalten werden. Ohne die ehrenamtliche Arbeit sei diese Aufgabe nicht zu meistern. Man könne, so Bülow, aber stolz sein, die Mammutaufgabe in den Kommunen bisher so gut gemeistert zu haben.

Viele Gemeinden Finanziell am Limit
Er bedankte sich auch bei den ehrenamtlichen Bürgermeistern und deren Teams. Schreitmüller hofft auf der Flüchtlingskonferenz am 9. November auf eine finanzielle Würdigung der gemeindlichen Bemühungen. „2016 ist der Zustrom immer noch auf einem hohen Niveau, aber jetzt haben wir uns darauf eingerichtet“, so Bülow.

Er lobte den ersten Platz Schleswig-Holsteins bei der Betreuungsquote für Krippenplätze der westdeutschen Flächenländer. Dazu habe der Kreis Stormarn viel beigetragen. Doch viele kleinere Gemeinden seien durch die Einrichtung der neuen Krippenplätze finanziell am Limit und bräuchten dringend Unterstützung.

Schreitmüller monierte die Kreisumlage von 1 Prozent und hoffte auf eine Erhöhung auf 1,25 Prozent. Diesen Wunsch konnte der neue Landrat bei seinem Antrittsbesuch nicht erfüllen. Zwar sei dieser verständlich, leider aber durch steigende Kosten und Aufgaben des Kreises in den kommenden Jahren nicht zu erfüllen. Schulbegleitung und Sozialstaffel würden Millionenbeträge verschlingen, ebenso der Neubau der Leitstelle, die Planung eines Rettungszentums an der Autobahnauffahrt Hammoor sowie die Sanierung der Räumlichkeiten in den Kreisberufsschulen. Es sei sicher auch nicht produktiv, jetzt die Umlage zu erhöhen, um sie in einem Jahr wieder herunterstufen zu müssen. Görtz: „Man kann nicht dauernd die Prozente ändern, da ist Planungssicherheit wichtig.“

Görtz sprach den Mangel von 15  000 Wohnungen bis 2030 im Kreis Stormarn an. Hier bestehe dringender Handlungsbedarf – und das nicht nur in den Städten. Die Gründung einer Wohnungsbaugesellschaft sei im Gespräch.

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erstellt am 11.Okt.2016 | 11:34 Uhr

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