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Stormarner Tageblatt

03. Dezember 2016 | 12:33 Uhr

Reinfeld : Wiedersehen: Die Freude ist riesig

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Erstes Klassentreffen 50 Jahre nach dem Schulabschluss. Die Suche nach den einstigen Schülern gestaltete sich äußerst schwierig.

Im März 1966 – also vor 50 Jahren – endete für die 28 Schülerinnen und Schüler der Klasse „Mi 10“ des Aufbauzuges der Matthias-Claudius-Schule die zehnjährige Schulzeit. Eine harmonische Klassengemeinschaft von Schülern aus Reinfeld und den umliegenden Gemeinden löste sich damals naturgemäß nach und nach auf, weil die Wege „ins Leben“ durch Beruf und Familien teilweise sehr weit auseinander gingen . Eine Reihe der Klassenkameraden verzog aus den Heimatorten und viele verloren sich dann auch gänzlich aus den Augen.

Nur ein einziges Klassentreffen gab es 1986. Und keiner hatte es 1966 für möglich gehalten, dass es ganze 50 Jahre dauern würde, bis man sich teilweise sogar das allererste Mal wiedersehen würde. Bei der Vorbereitung des Wiedersehens nach 50 Jahren fand Karl-Heinz Struck durch eine Planungsgruppe gute Hilfe – bestehend aus Dörthe Rathje, Anke Myohl, Dr. Edda Ewert, Hans Möller und Hans-Heinrich Schoel.

Die Suche nach den aktuellen Namen und Anschriften gestaltete sich als langwierig. Fünf Mitschüler leben in Reinfeld, vier in den Nachbargemeinden, einige in der Schweiz, in Süddeutschland und anderen Landesteilen. Aber bei nahezu allen „Ehemaligen“ mussten – unabhängig von ihren Wohnorten – über ehemalige Bekannte, Freunde oder Nachbarn Anhaltspunkte für aktuelle Adressen ermittelt werden.

Karl-Heinz Struck: „Es hat trotz des monatelangen Aufwandes immer wieder eine unglaubliche Freude bereitet, wenn wir dann teilweise nach 50 Jahren das erste Mal miteinander telefonieren konnten! Zunächst gab es einige Unsicherheiten am Telefon, dann aber ganz schnell aufgeregte Begeisterung, weil das Suchen zum Erfolg geführt hatte. Es gab bewegende Momente, und es blieb einem auch schon mal die Stimme im Halse stecken. Jedes Gespräch wurde danach dann gleich zu einem Mini-Klassentreffen.“

24 von damals 28 Schülern hatten ihre Teilnahme zugesagt. Eine Mitschülerin ist leider zwischenzeitlich verstorben. Nach dem anfänglichen „Orientieren“ ließen die Teilnehmer der Wiedersehensfreude freien Lauf, und alle spürten schnell wieder die damals schon vorhandene harmonische Gemeinschaft. Auf dem Programm standen ein Besuch der ehemaligen Klassenräume und der neu gestalteten Seepromenade und das obligatorische Eisschlecken bei Eis Witt – wie vor 50 Jahren. Beim abendlichen Beisammensein wurden unzählige Fotos bestaunt. Und es blieb nicht aus, dass seinerzeitige Anekdoten und viele Geschichten aus der Schulzeit Thema waren. „Bemerkenswert war, dass die damals schon vorhandene Harmonie zwischen den Schüler/Innen sich bis heute erhalten hat. Es gab auch nach so langer Zeit keine Berührungsängste oder Unsicherheiten“, so Struck: „Alle haben ihren Weg gemacht.“

Es trafen sich Schulkameraden, die in den meisten Fällen zwar mittlerweile Rentner sind, die aber aus ihren Berufen (Informatiker, Ärztin, Kaufmännischer Angestellter, Warenhausleiter, Lehrer, Sparkassenbetriebswirt, Steuerberater) viel zu berichten hatten. Klassenkamerad Hans Möller überraschte seine Klassenkameraden mit einem professionelle Feuerwerk, bei dem die Jubiläumszahl 50 aufleuchtete. Ein weiteres Wiedersehen ist nach diesem tollen Treffen geplant.


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