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Stormarner Tageblatt

10. Dezember 2016 | 17:47 Uhr

Bad Oldesloe : Wettbewerb für das VHS-Gelände

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Der Oldesloer Bauausschuss stellt die Weichen für eine Nachnutzung des innerstädtischen Filet-Areals oberhalb der Trave. Über einen Wettbewerb sollen Vorschläge eingereicht werden.

VHS und Musikschule werden ins Kub umziehen – das steht fest. Nachdem der Integrationskindergarten „Brummkreisel“ bereits vor geraumer Zeit ausgezogen ist, wird die markante Immobilie an der Königstraße früher oder später leer stehen. Und was passiert dann mit dem Areal in attraktivster Innenstadtlage?

Die Mitglieder des Bauausschusses haben jetzt die entscheidenden Weichen gestellt: Einstimmig sprachen sich die Politiker für einen Realisierungswettbewerb aus. Die Kosten werden sich auf etwa 140  000 Euro belaufen. Entsprechende Haushaltsmittel wurden für den Wettbewerb bereit gestellt.

Die Vorteile liegen klar auf der Hand: Die Stadt bekommt nicht nur einen, sondern im Idealfall eine ganze Reihe von Ideen, wie die Bereiche in Zukunft genutzt werden könnten. Der Wettbewerb wird sich nicht nur auf das reine VHS-Gelände beschränken, sondern auch die benachbarte Immobilie der Lebenshilfe und die Brandruine am Kirchberg umfassen. Optional ist sogar der Bereich von St.  Jürgen einbeziehbar.

„Man weiß ja nicht, was daraus wird. Wenn es verkauft werden sollte, würde es jedenfalls passen“, findet Friedrich Kümmel (FBO). Aus den eingereichten Wettbewerbsbeiträgen pickt sich die Stadt dann den Gewinner heraus und lässt dessen Vision umsetzen.

Bauausschuss-Vorsitzende Maria Herrmann bringt es auf eine ganz einfache Formel: „Sollen sie uns doch Vorschläge machen.“ Ganz so einfach wird es dann doch nicht, denn die Wettbewerbs-Vorbereitung ist aufwändig und soll deshalb von einem Fachbüro begleitet werden. Das Verfahren wird sich mindestens ein bis anderthalb Jahre hinziehen.

Bad Oldesloe wird die Planer nicht einfach so machen lassen. Es sollen Vorgaben formuliert werden, die berücksichtigt werden müssen. Was passiert mit dem Baumbestand? Wie stark soll die Fläche bebaut werden? Wie hoch soll der Anteil an Sozialwohnungen sein? Sind Tiefgaragen vorzusehen oder ein alternatives Mobilitätskonzept? Wie sieht es aus mit Barrierefreiheit und generationsübergreifenden Konzepten? Bis hin zur Frage ob das Gebäude von 1895 abgerissen oder erhalten werden soll?

Maria Herrmann: „Das war natürlich ein Stück weit Wunschkonzert. Jeder hat sich da auf seine Art eingebracht.“ Die Verwaltung wird die quasi als Brain-Storming geäußerten Ansprüche jetzt aufbereiten. „Ich persönlich bin für den Erhalt des VHS-Gebäudes“, machte Uwe Rädisch (CDU) klar: „Ich hätte da Hemmungen, das ist für mich ortsbildprägend. Aber die ganzen Anregungen müssen wir jetzt erst mal in der Fraktion verarbeiten.“

Im dritten Quartal diesen Jahres soll die nächste Stufe beschritten werden, dann wird aus dem „Wunschkonzert“ eine „Hitliste“ mit eindeutigen Prioritäten erstellt werden.

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23-2176993_Bad Oldesloe_Andreas_Olbertz_Redakteur.JPG von
erstellt am 20.Apr.2016 | 06:00 Uhr

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