zur Navigation springen

Stormarner Tageblatt

10. Dezember 2016 | 07:58 Uhr

Weg frei für Beimoor-Erschließung

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Bau- und Planungsausschuss: Teil B des geteilten B-Plans für das Gewerbegebiet Beimoor-Süd soll jetzt in die Auslegung

Damit die Erschließung der Gewerbegebiets-Erweiterung Beimoor Süd starten kann, wird der Bebauungsplan Nr. 88 wieder in einen Teil A und einen Teil B geteilt. In den Bereich A zwischen Kornkamp Süd und der verlängerten Kurt-Fischer-Straße sollten famila, Aldi und das Futterhaus umziehen. Das Gelände befindet sich aber nicht in städtischem Besitz und der Eigentümer konnte sich nicht mit den potenziellen Käufern einigen.

Überraschenderweise stellte sich dann im März der Projektentwickler Michael May aus Itzehoe als neuer Besitzer der 95  000 Quadratmeter im Bau- und Planungsausschuss vor. Auch er hat bis heute aber anscheinend keine Verträge mit der Bartels-Langness-Gruppe abgeschlossen, zu der famila gehört.

Um sich bei der Entwicklung des Gewerbegebiets nicht von Dritten abhängig zu machen, will der Bau- und Planungsausschuss heute (19 Uhr, Peter-Rantzau-Haus) seinen Segen zum Entwurf geben, der dann in die Auslegung gehen kann. Das Gebiet reicht fast bis zur 110-KV-Leitung. Und Teil des Planes ist ein Kreisverkehr auf dem Beimoorweg, von dem es auch eine östliche Zufahrt zur Strusbek geben wird.

In der Sitzung will der Ausschuss auch den Weg für eine Basler-Erweiterung frei machen. Der Plan Nr. 97 umfasst das Gelände nördlich und östlich des heutigen Firmengeländes An der Strusbek.

Erledigt hat sich vermutlich die Idee einer großen Brücke über den Ostring und die Aue beim Bau der S4. Um die Sichtbeziehungen und die Durchgängigkeit für Lebewesen in dem Talraum zu verbessern hatte die Stadt den Vorschlag eingebracht. Nach Schätzungen der DB Netz würde eine gemeinsame Eisenbahnüberführung aber rund 20 Millionen Euro kosten und wäre damit rund fünf Mal so viel wie zwei einzelne Brücken.

Auch umweltfachlich würde so ein Bauwerk keinen Nutzen bringen. Wenn Ahrensburg das dennoch wünsche, müsste die Stadt die Mehrkosten von etwa 16 Millionen Euro tragen. „Das muss noch mal diskutiert werden, zumindest in unserer Fraktion. Wir sehen das ein bisschen anders“, kommentiert das der SPD-Fraktions- und Ausschussvorsitzende, Hartmut Möller.

Zur Sitzung liegt erneut der SPD-Fraktion ein Antrag zum Verkauf der Alten Reitbahn vor. Die Sozialdemokraten wollen zum einen einen höheren Verkaufspreis. Der vom Gutachterausschuss des Kreises genannte Quadratmeterpreis sei für „spezielle, nicht vermehrbare innerstädtische Grundstücke zu tief angesetzt“.

Zudem wollen die Sozialdemokraten die Bruttogeschossfläche bei Bebauung um fast 50 Prozent auf mindestens 10  000 Quadratmeter erhöhen. 30 Prozent der Wohnflächen sollen sozial gefördert werden. Bislang sind 3600 im Erd- und 3200 im Obergeschoss vorgesehen. Begründet wird der Antrag mit einer „städtebaulich sinnvollen Innenstadtverdichtung und mehr zentrumsnahen Wohnen sowie einem städtebaulichen Abschluss des Stormarnplatzes durch eine höhere Bebauung“. Und wenn man den Baukörper anhebe, könnten im Erdgeschoss noch zusätzliche Stellplätze entstehen. Zudem empfiehlt die SPD, die Tiefgarageneinfahrt an die nordwestliche Seite zu verlegen.

zur Startseite

von
erstellt am 14.Jun.2016 | 17:31 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen