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Stormarner Tageblatt

08. Dezember 2016 | 07:10 Uhr

Stormarner Wochenschau : War’s das oder kommt noch was?

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Die einen Suchen einen Bürgermeisterkandidaten, andere haben noch Namensvorschläge gefunden. Fortsetzung ist nicht ausgeschlossen.

Wer suchet

So, so, in der Oldesloer Verwaltung gehen also Mails verloren. Irgendein Server macht mal eben die Klappe dicht und wenn ihm danach ist, lässt er noch mal was durch. Vielleicht war es auch ein Knoten in der Leitung. Neuland halt.

Da musste die Namens-Jury kurzerhand erneut tagen. Per Telefonkonferenz wurden die Nachzügler nachträglich noch mal beleuchtet. Puh, die peinliche Angelegenheit hat Kulturmanagerin Inken Kautter ja noch mal souverän glatt bügeln können. Thema durch.

Thema durch? Wohl kaum. Denn mit der Jury-Entscheidung ist ja lange noch nichts entschieden. Montag wird der Hauptausschuss darüber diskutieren und die Akteure werden sich schon mal aufwärmen für das Finale am Mittwoch in der Stadtverordnetenversammlung. Da soll dann die endgültige Entscheidung fallen.

Mehrheitsentscheidung hin oder her, die CDU war von Anfang an gegen das Beteiligungsverfahren und Jury, sieht sich jetzt natürlich bestätigt und will folglich den Vorschlag „dasKUB“ ablehnen. Alle anderen anwesenden Stadtverordneten hatte sich im Februar nicht nur für das Verfahren ausgesprochen, sondern auch dafür, das Ergebnis zu übernehmen. Ein Blanko-Scheck für die Jury. Die stecken jetzt natürlich in einer Zwickmühle, denn bislang ist noch niemand aufgesprungen und hat gerufen: „Ich finde dasGUT.“ Um es mal vorsichtig zu formulieren. „Für mich wäre ein Umfallen an der Stelle der sauberere Weg“, sagt CDU-Fraktionsvorsitzender Horst Möller. Aber das sagt sich so leicht, er muss ja nicht umfallen. Alle anderen werden mit sich den Konflikt ausmachen müssen: Übernehme ich das Ergebnis der Jury obwohl es mir nicht gefällt oder stimme ich für den bereits etablierten Namen Kub? Aber um ehrlich zu sein: Das sind wahre Luxusprobleme. Wenn wir weiter keine Sorgen haben, geht es uns echt gut.

Gefunden

Plöger geht und Görtz kommt. Die Spitze der Kreisverwaltung bekommt einen neuen Chef. Das ist schon rauf und runter berichtet worden. Hier noch ein Abschiedsgeschenk, dort eine Beförderung zum Ehrenmitglied. Großes Tschingderassabum zum Abschied, jetzt noch mal schnell ein Tränchen verdrücken, das sollte es nun aber auch gewesen sein. Endgültig. Und tschüß Klaus Plöger. Viel Spaß im Ruhestand. Ehre, wem Ehre gebührt, aber aus ganz pragmatischen Gründen sollte mit Heldenverehrung jetzt Schluss sein. Klaus Plöger hinterlässt in Stormarn ziemlich große Fußstapfen. Die auszufüllen oder eigene Marken zu setzen, wird für Henning Görtz schon schwer genug. Wenn dann aber überall noch Plöger hinter getrauert wird, dürfte es schier unmöglich werden.

Wer sich traut

Der Lotse ist von Bord des Luxusliners „Bargteheide“ – und Henning Görtz hinterlässt eine Lücke in Stormarns Vorzeigestadt. Die möchte die CDU ausfüllen und präsentierte bereits vor einem Monat ihren Bürgermeisterkandidaten. Sven Noetzel (43), derzeit Leiter des Amtes für Stadtentwicklung und Umwelt in Reinbek, traut sich das Amt des Verwaltungschefs zu. Und was ist mit den anderen Parteien – etwa mit der SPD? Das ist anscheinend die Braut, die sich nicht traut! Klare BM-Kandidatur Fehlanzeige! Oder wollen es die Sozialdemokraten ganz einfach nur bis zum Bewerbungsschluss spannend machen – à la „in der Ruhe liegt die Kraft“. Mit „Der frühe Vogel fängt den Wurm“, halten die Christdemokraten dagegen. Spätestens die Wahl wird’s richten.
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23-2176993_Bad Oldesloe_Andreas_Olbertz_Redakteur.JPG von
erstellt am 23.Apr.2016 | 08:00 Uhr

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