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Stormarner Tageblatt

24. März 2017 | 19:05 Uhr

Stapelfeld : Vorspiel für A1-Sanierung: Nächster Dauerstau droht

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Vorbereitende Arbeiten ab Montag . Bis Dezember wird zwischen Stapelfeld und Barsbüttel gebaut.

Ab 24. April wird es eng auf der Autobahn zwischen Barsbüttel und Stapelfeld. An dem Tag beginnt die grundhafte Erneuerung der A1 inklusive Sperrung der Anschlussstelle Stapelfeld. Für die Bauzeit sind mehr als sieben Monate kalkuliert. Erst Anfang Dezember soll die Autobahn wieder voll freigegeben werden.

Zuerst wird die Richtungsfahrbahn Hamburg saniert. Der Verkehr wird auf die andere Seite der A1 umgeleitet, wo dann zwei eingeengte Spuren je Richtung zur Verfügung stehen. Weil die Fahrbahn der Belastung standhalten muss, wird der Beton jetzt ausgebessert. Am Montag beginnt die Sanierung von Schadstellen auf diesem Abschnitt. Dafür werden einzelne Fahrstreifen abschnittweise gesperrt. Der Verkehr in Richtung Lübeck wird an der Baustelle vorbei geleitet. Den Auftrag im Umfang von 360  000 Euro hat der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr in Lübeck an die Firma Strabag aus Bornhöved vergeben.

Zwischen dem 7. und dem 24. April kann der Verkehr dann noch mal frei rollen, bevor die 4,4 Kilometer nördlich Barsbüttel bis Stapelfeld saniert werden und der tägliche Stau droht. Nicht nur wegen der auf je zwei Spuren verengten Autobahn, sondern auch wegen der Sperrung der Anschlussstelle Stapelfeld, zunächst auf der einen, dann auf der anderen Seite. Je nach Richtung nutzen zwischen 5600 und 9000 Fahrzeuge die Auf- und Anfahrt Stapelfeld.

Die Umleitung aus Richtung Norden führt über die Abfahrt Ahrensburg und Siek nach Stapelfeld. Wer von dort gen Süden will, wird über Braak und Stemwarde nach Barsbüttel geführt. Wenn die Baustelle Anfang September die Seite wechselt, gelten dieselben Umleitungsstrecken, nur in entgegengesetzter Richtung. Die Kosten für die Sanierung, bei der lärmmindernde Materialien eingebaut werden sollen, beziffert Jens Sommerburg, Leiter des Lübecker Landesbetriebs, auf bis zu 17 Millionen Euro.

Zwischen Barsbüttel und Stapelfeld sind nach aktueller Zählung mehr als 93  000 Kfz pro Tag unterwegs, zwischen Stapelfeld und Ahrensburg sind es sogar über 95  000, mehr als irgendwo sonst im Land. Die Zahlen waren stark gestiegen, auch weil die Strecke über A21 und die A1 als Umleitung für die A7 gilt, die noch bis Ende 2018 auf sechs Spuren ausgebaut wird.

Deshalb hatte man mit der A1-Sanierung eigentlich bis dahin warten wollen, aber die Schäden an Beton und Fugen sind so stark, dass eine Sperrung der A1 gedroht hätte. „Im November hatten war ja bereits den Fall, dass die rechts Spur in Fahrtrichtung Norden gesperrt werden musste. Dann fahren die Lkw in der Mitte, und das Schadensbild nimmt weiter zu. Der Streckenabschnitt ist vor mehr als 35 Jahre zuletzt saniert worden. Wenn es Schäden gibt, geht es schlagartig“, sagt Jens Sommerburg.

Dass, um die Bauzeit möglichst kurz zu halten, an allen Werktagen gearbeitet werden soll, ist für Autofahrer und Speditionen ein schwacher Trost. 10  000 bis 12  000 Lastwagen sind täglich auf diesem Abschnitt unterwegs. Dass die MVA, die täglich von 100 Lkw von der A1 angefahren wird, die Anlieferzeit während der Bauphase bis 22 Uhr verlängert, dürfte kaum mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein sein.

Vor allem Lkw-Fahrern die von Hamburg Richtung Lübeck oder Kiel wollen, legt Sommerburg eine großräumige Umfahrung nahe: Über die A  24 und die B  404 zum Kreuz Bargteheide. „Das ist zwar kilometermäßig länger, zeitlich aber vermutlich kürzer.“

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erstellt am 09.Mär.2017 | 06:00 Uhr

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