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Stormarner Tageblatt

11. Dezember 2016 | 07:09 Uhr

Ahrensburg : Vier neue Musicals in Rekordzeit

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Zum dritten Mal trifft sich das „Who is Who“ der deutschen Musicalszene zu dem 24 Stunden-Projekt in der Schlossstadt

Von New York nach Ahrensburg. So lautete vor drei Jahren das Motto, als die „24 Stunden Musicals“ das erste Mal den Weg über den großen Teich nach Ahrensburg fanden. Jacqui Dunnley-Wendt und Hauke Wendt von der noch jungen Musicalschule in der Schlosssaal waren es, die die Idee importierten und direkt zu einem Riesenerfolg machten, der weit über die Kreisgrenzen hinaus für Aufsehen sorgte. Das kleine Ahrensburg war einen Tag lang der Nabel der deutschen Musicalwelt. Ein Gefühl, das nach einer Wiederholung schrie und auch bei der zweiten Auflage für Euphorie bei Darstellern und Zuschauern sorgte.

Das Geheimnis: Echte Musicalprofis, die sonst in den größten Produktionen des Landes auftreten, präsentieren einen Abend auf hohem Niveau und das alles in Rekordzeit. Am Sonntag trifft man sich in Ahrensburg – noch ohne Skript, Songs oder ausgearbeitete Szenen und Choreographien. Nur 24 Stunden später stehen vier neue, einzigartige Minimusicals von 20 Minuten auf der Bühne im Alfred-Rust-Saal.

Zwei Mal hat das bereits wunderbar funktioniert, obwohl der Zeitplan so irre klingt. Viele der prominenten Teilnehmer kennen sich aus anderen Produktionen, weitere haben noch nie zusammengearbeitet. „Es ist jedes Mal wieder eine Herausforderung“, weiß Hauke Wendt. Denn auch wenn vom Komponisten über die Choreographen bis hin zu den Darstellern alle Beteiligten erfahrene Bühnenhasen sind, kann es natürlich zu Krisensituationen kommen – seien diese nervlicher oder terminlicher Natur. Die Liste möglicher Probleme ist sehr lang, die Anspannung entsprechend hoch – ebenso aber die Freude nach dem gelungenen Auftritt.

Mancher der Teilnehmer ist es eben auch absolut nicht gewohnt, dass aus mehreren Wochen oder Monaten Probezeit plötzlich nur 24 Stunden von den Auditions bis zur Aufführung bleiben. Auf der anderen Seite erleben die Darsteller den Luxus, dass sie sich in einer Rolle voll ausleben können und die Chance haben, etwas zu spielen, was ihnen ihre normalen Engagements nicht ermöglichen.

Natürlich – das haben die Vorjahre gezeigt – sind die Musicalstücke nicht sonderlich komplex und hier und da auch nicht ganz ausgereift, aber genau daraus ziehen die „24 Stunden Musicals“ auch ein gutes Stück ihrer Faszination und ihren Humor. Das Publikum bewundert den Mut der Auftretenden und diese genießen es sichtbar, einfach mal obskure, absurde, seltsame oder auch einfach unterhaltsame Rollen zu spielen.

Dass manche der prominenten Teilnehmer wie Martin Planz, Roberta Valentini oder Charlotte Heinke gerne zurückkommen, zeige, wie viel Spaß das Projekt eben auch macht. Finanziell sei schließlich dabei nicht wirklich was zu holen. Denn das ganze Event hat Benefiz-Charakter unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Michael Sarach, der große Freude daran hat, Ahrensburg als kulturelle Hochburg in der Nachbarschaft zu Hamburg zu etablieren, wie er immer wieder gerne betont. Der Gewinn wird an den Freundeskreis Flüchtlinge in Ahrensburg gespendet.

Die Künstler, die ja eigentlich in anderen Produktionen auf der Bühne stehen, opfern für die Teilnahme ihren so genannten„Day off“. Daher findet die Vorstellung auch an einem Montagabend statt. Am Wochenende wäre so ein Zusammenkommen quasi unmöglich.

Nach den ersten beiden Erfolgen seien natürlich auch Großstädte erneut auf das exklusive Projekt aufmerksam geworden, wissen die Wendts, doch ganz bewusst haben sich die beiden Chefs der Musical Creations aus der Schlossstadt für den Verbleib in Stormarn entschieden. Und so ist es mittlerweile ganz normal, dass das Who is Who der Musicalelite ein Mal im Jahr vorbeischaut.


>Tickets für Montag, 7. November, gibt es ab 29 Euro unter Ruf (04102) 209 64 40 oder im Internet unter www.24-stunden-musicals.de

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erstellt am 31.Okt.2016 | 17:46 Uhr

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