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Stormarner Tageblatt

04. Dezember 2016 | 19:28 Uhr

Ahrensburg : Viel Lärm um das Oktoberfest

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

In der Stadtverordnetenversammlung geht es heute Abend um Lautstärke, Lindenhof und Container.

In der Stadtverordnetenversammlung heute Abend wird es zwar keinen Grundsatzbeschluss zum Badlantic geben – aber zum Oktoberfest, Lindenhof, zu Nahwärmeverträgen und Containern für Integrationskurse. Die sollten auf dem VHS-Grundstück aufgestellt werden, weil der Volkshochschule Räumlichkeiten fehlen und die Schulen laut Umfrage ebenfalls keine freien Räume haben. Das war im Bildungs-, Kultur- und Sportausschuss bezweifelt worden. Das Gremium beauftragte die Verwaltung, Schulen nochmal zu befragen, ob sie nicht Kurse umlegen und damit Kapazitäten schaffen können. Das Ergebnis soll heute Abend vorliegen.

Belästigung begrenzen
Auch beim Oktoberfest hätten SPD und Grüne lieber erst Ergebnisse von Lärmmessungen gehabt. Im Bildungs-, Kultur- und Sportausschuss wollten sie das Oktoberfest nicht für die nächsten drei Jahre an EPM Concept vergeben, sondern erstmal nur für ein Jahr, um den Erfolg des Lärmkonzepts bewerten zu können. Im August 2015 hatten die Stadtverordneten beschlossen, dass die Grundsatzgenehmigung nur für zwei Jahre gilt und EPM ein Lärmschutzkonzept vorlegen und einhalten muss, um die Belästigung der Anwohner zu begrenzen.

Die gesetzlichen Lärmgrenzen seien nicht wesentlich überschritten worden, die Lärmschutzmaßnahmen des Veranstalters hätten gefruchtet. Dazu gehörten Reduzierung oder Wegfall der Außenemissionen an Ständen und Karussell ab 22 Uhr sowie schallreduzierende Maßnahmen direkt im Festzelt. Um Planungssicherheit zu haben, stellte EPM dann den Antrag für drei Jahre, 2017 bis 2019. Weil das Oktoberfest aufgrund der positiven Ausstrahlungswirkung im Interesse der Stadt sei und von der Bevölkerung akzeptiert werde, empfiehlt die Verwaltung, dem Antrag zuzustimmen. Im Ausschuss gab es dafür eine Mehrheit, nun entscheiden die Stadtverordneten. Für die Sondernutzung zahlte EPM im vergangenen Jahr 6205 Euro.

Verträge kündigen
Für die Kündigung der Nahwärmeverträge für Gartenholz und Bogenstraße hat sich der Umweltausschuss ausgesprochen, nachdem Volker Broekmanns von Bofest Consult ohne Öffentlichkeit Rahmenbedingungen und Handlungsmöglichkeiten vorgetragen hatte. Somit dürfte es für den Antrag der Grünen auch im Stadtparlament eine Mehrheit geben. Die Verträge mit Hanse Werk können zum 31. August gekündigt werden.

Bei der Lindenhof-Bebauung soll die Frist fürs Rücktrittsrecht von den Verträgen um einen weiteren Monat bis 20. Oktober verlängert werden. Bis dahin muss der so genannte Stand nach  § 33 Baugesetzbuch erreicht sein, d. h. es darf mit dem Bau begonnen werden. Dann wird auch innerhalb von acht Wochen der Kaufpreis fällig.

Frist verlängern
Im September würde man das nur schaffen, wenn sämtliche Anregungen und Stellungnahmen im Bau- und Planungsausschuss „weggewogen“ werden und keine wesentlichen Änderungen in den B-Plan Nr. 94 kommen, so die Verwaltung. Mit der Verlängerung hat der Bau- und Planungsausschuss noch am 21. Oktober eine Sitzung.

Am Tag der Stadtverordnetenversammlung sollen die Lindenhofverträge beurkundet werden, was die Übernahme von der Projektgesellschaft Lindenhof GbR durch den neuen Eigentümer, Firma Curata Immobilien GmbH & Co. KG, bedeutet.

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erstellt am 18.Jul.2016 | 06:00 Uhr

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