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Bad Oldesloe : Tödliche Geheimnisse in der Elbphilharmonie

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Klaus Spieldenner stellt im Riverbus seinen fünften Krimi um Ermittlerin Sandra Holz vor – Elbtod

Die Hamburger Elbphilharmonie ist nicht nur ein Millionengrab, deren Bau etwa zehn mal so teuer wurde wie ursprünglich mal geplant, der sich um Jahre verzögerte, nein, der Monumentalbau in der Hafencity ist auch mit mysteriösen Todesfällen und einem groß angelegten Vertuschungsskandal verbunden – zumindest wenn es nach dem Oldesloer Krimi-Autoren Klaus E. Spieldenner geht. „Elbtod“ heißt sein jüngstes Werk, das er jetzt mit einer Premierenlesung im Hamburger Riverbus stilecht vorstellte.

Kommissarin Sandra Holz ermittelt also wieder. Den mittlerweile fünften Fall muss die Kripobeamtin aus Spieldenners Feder lösen. Anfangs waren ihre Fälle noch in Oldenburg angesiedelt. Doch weil der Autor 2013 nach Oldesloe zog, musste sich auch Sandra Holz „versetzen“ lassen – fortan löste sie Mordfälle in der Hansestadt. Im Umfeld des Hamburg Marathons und auf dem Dom. Und jetzt die Elbphilharmonie – „Elbtod“ ist rund um die große Eröffnungsfeier des neuen Konzerthauses mit zahlreichen Prominenten angesiedelt. Viel aktueller kann ein Krimi nicht sein. Erst treibt die verstümmelte Leiche einer wichtigen, am Bau beteiligten Ingenieurin in der Elbe, dann öffnet sich der Fallschirm eines Base-Jumpers nicht. Der junge Mann stürzt vom Dach der Elbphilharmonie in den Tod. Es werden nicht die einzigen Leichen bleiben. Es dauert, bis Sandra Holz die Zusammenhänge erkennt, denn mächtige Gegner aus den höchsten Kreisen der Hamburger High-Society agieren im Hintergrund.

Eigentlich wollte Klaus Spieldenner ja über ein anderes Thema schreiben. Doch die Geschichte um einen Selbstmordattentäter war dem Verlag wohl zu heiß. Abgelehnt. Gut gemeinte alternative Themenvorschläge sind nicht so das Ding des gebürtigen Saarländers. „Ich schreibe nur das, wofür ich Herzblut habe“, erklärt er.

Quasi über Nacht fiel ihm Mitte September die neue Geschichte um die Elbphilharmonie ein. Dieser Plot kam beim Verlag gut an, dann musste es schnell gehen, um die Termine einhalten zu können – schließlich ist die „Elbphi“ aktuell in aller Munde. Binnen sechs Wochen brachte Spieldenner den Roman zu Papier. Das war Stress pur. „Den Druck habe ich mir selber gemacht“, gesteht er: „Mit dem Kopf musste ich schon ins CT. Eigentlich müsste ich jetzt erst mal ein Jahr Pause machen.“

Zu den Gästen der Premierenlesung gehörte auch Detlef Spielmann. Der Kriminalhauptkommissar ist zufällig Nachbar des Krimiautors in Bad Oldesloe und berät Spieldenner bei allen Fragen rund um die Polizeiarbeit. 16 Jahre hat er bei der Hamburger Mordkommission gearbeitet. Und wie macht sich die „Kollegin“ Sandra Holz so? „Die haben wir gut hinbekommen“, sagt Spielmann wie aus der Pistole geschossen und zwinkert dabei fröhlich.


Elbtod von Klaus Spieldenner ist im CW Niemeyer Verlag erschienen, hat 336 Seite und kostet 11 Euro. ISBN: 978-3827194695

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23-2176993_Bad Oldesloe_Andreas_Olbertz_Redakteur.JPG von
erstellt am 21.Mär.2017 | 06:00 Uhr

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