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Stormarner Tageblatt

10. Dezember 2016 | 04:10 Uhr

Bargteheide : Tod der Theaterdame

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Elke Heilsberger hinterlässt in der Theaterszene eine große Lücke. Der Verschönerungsverein sagte die Aufführungen des Weihnachtsmärchens ab.

Trauer in Bargteheide und bei Laienschauspielern im gesamten Land. Elke Heilsberger, Leiterin der Laienspielgruppe des Verschönerungsvereins Bargteheide (VVB) und Präsidentin des Verbands der Amateurtheater in Schleswig-Holstein, ist bereits am Freitag unerwartet und plötzlich verstorben.

Die 80-Jährige befand sich mitten in den Vorbereitungen für das Weihnachtsmärchen des VVB, das eigentlich am 15. Dezember seine Premiere im „Kleinen Theater“ gefeiert hätte. Heilsberger – die von den Lesern des Stormarner Tageblatts zur „Stormarnerin des Jahres 2013“ gewählt wurde –, den Ehrenteller der Stadt erhielt und die goldene Maske des Bundesverbands der Amateurtheater – leitete die 1976 gegründete Schauspielgruppe des VVB seit 1989. Die 1936 in Hamburg geborene Theaterpädagogin hatte zunächst eine Ausbildung zur Schiffszimmerin absolviert. Anschließend studierte sie an der Kunsthochschule in Hamburg und spezialisierte sich auf den Bau von Marionetten, die sie viele Jahr für Theater anfertigte, aber auch auf Märkten verkaufte.

1972 zog sie nach Bargteheide. 1994 beendete sie eine Regie-Ausbildung erfolgreich und mit über 70 Jahren qualifizierte sie sich zusätzlich noch als Theaterpädagogin. „Ich bin seit 25 Jahren dem Theater verfallen“, sagte sie noch im vergangenen Jahr verbunden mit dem Wunsch, dieser Leidenschaft noch sehr lange nachgehen zu können. Neben Sketchen und dem Weihnachtsmärchen engagierte sie sich auch für das Straßentheater. Jedes Jahr fuhr sie mit zahlreichen Stormarner Jungschauspielern nach Büsum – wo sie eine Zeit ihres Lebens verbracht hatte – um dort neben einem Straßentheater-Workshop die Touristen und Bürger mit Aufführungen zu erfreuen.

„Mit ihr verliert nicht nur Bargteheide einen Menschen, der sich in herausragender Weise um die Jugendarbeit und Kultur verdient gemacht hat“, sagt VVB-Vorsitzender Klaus Griese: „Wir sind erschüttert. Mit ihrem unermüdlichen Wirken wird sie eine Lücke weit über Bargteheide hinaus hinterlassen.“ Und: „Leider müssen wir jetzt das Weihnachtsmärchen Peter Pan absagen“, so Griese.

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erstellt am 16.Nov.2016 | 06:00 Uhr

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