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Stormarner Tageblatt

02. Dezember 2016 | 21:14 Uhr

Itzehoe, Flensburg und Schleswig : Telefontrick mit „flüchtigem Verbrecher“ - Polizei warnt vor Betrügern

vom
Aus der Onlineredaktion

In Itzehoe gab es bereits sechs Fälle. Offenbar telefonieren die Betrüger die Opfer in alphabetischer Reihenfolge ab.

Itzehoe | Ein neuer Fall von Telefonbetrug: Wie die Polizei Itzehoe mitteilt, versuchen Unbekannte derzeit, ältere Menschen mit einem neuen Trick hereinzulegen. Insgesamt sechs Betroffene hätten sich dort innerhalb der letzten Stunde an die Polizei gewandt, teilte ein Sprecher am Mittwochnachmittag mit. Offenbar telefonieren die Täter ihre Opfer nach dem Telefonbuch in alphabetischer Reihenfolge ab. Bislang ist dabei noch niemand zu Schaden gekommen - alle Angerufenen hätten aufgelegt und die Polizei informiert. Es sei jedoch davon auszugehen, dass die Täter es weiter versuchen würden.

Schon in der vergangenen Woche gab es eine ähnliche Betrugsserie mit dem sogenannten Enkeltrick, nun haben die Täter laut Polizei ihre Methode gewechselt. Laut Polizei geben sich die Anrufer als Polizisten aus und warnen die meist älteren Menschen vor einem flüchtigen Verbrecher. Sie sollen sich möglichst in ihrer Wohnung einschließen und ihre Kontodaten bereithalten.

Die Ermittler vermuten, dass sich parallel auch Täter im Stadtgebiet bewegen, um bei Erfolg Geld in Empfang zu nehmen. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet alle Betroffenen, sich umgehend bei der Polizei Itzehoe unter 04821/6020 zu melden.

Und auch die Polizei in Flensburg und Schleswig ermittelt wegen diverser Betrugstaten, die mit dem Enkeltrick begangen wurden: Dienstagnachmittag sei es zu mehreren Anrufen dieser Art bei Betroffenen in Flensburg und Schleswig gekommen, teilt die Polizei mit. Auch hier hätte jedoch keiner der Angerufenen Geld herausgegeben.

Die Kriminalpolizei warnt: Lassen Sie sich am Telefon nicht von scheinbar Vertrauten zu persönlichen Dingen ausfragen. Stellen Sie Fragen nach Dingen, Erlebnissen etc., die nur der richtige Enkel/Verwandte beantworten kann. Lassen Sie sich die Telefonnummer des Anrufers geben. Wenden Sie sich umgehend an Familienmitglieder und berichten Sie über den Anruf. Verständigen Sie sofort über Notruf die Polizei.

Die Polizei Flensburg wendet sich zudem verstärkt an die Banken. Da die Angerufenen oftmals ihre Hausbank aufsuchen, um das Geld abzuheben, sollen Bankmitarbeiter für diese Straftaten sensibilisiert werden.

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erstellt am 28.Sep.2016 | 13:41 Uhr

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