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Stormarner Tageblatt

09. Dezember 2016 | 05:02 Uhr

„Tafel-Mobil“ ist jetzt im Einsatz

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Dank 15 000 Euro an Spendengeldern konnte in Reinfeld ein Kühl-Transporter angeschafft werden

Lange haben die ehrenamtlichen Mitglieder der Reinfelder Tafel auf diesen Moment gewartet: Thomas Rössler vom Autohaus Vick überreichte den Schlüssel für das neue Kühlmobil an Gerald Witzmann von der Reinfelder Tafel.

„17 Jahre lang sind unsere Ehrenamtlichen mit ihren privaten Pkw zum Abholen der Ware zu den Supermärkten gefahren“, so Witzmann. Längst nicht alle Waren konnten sie mitnehmen, denn vor allem Lebensmittel aus dem Kühlregal durften nicht transportiert werden. „Die Kühlkette darf nicht unterbrochen werden. Daher konnten weder frisches Gemüse noch Milch, Aufschnitt oder Fleisch an Bedürftige weitergegeben werden“, erklärt der Vorsitzende. Das ist jetzt anders: Der neue Transporter ist mit einer Kühlung ausgestattet.

Witzmann und sein Team von 50 freiwilligen Helfern – darunter auch Flüchtlinge – können nun auch aus Rendsburg Tiefkühlpizzen oder frische Milch aus Mecklenburg-Vorpommern abholen. Der Tafel-Vorsitzende bezeichnet die Anschaffung als „Meilenstein auf unserem Weg zur Versorgung der Bedürftigen“. Für den Opel Movano hat die Ev. Kirchengemeinde eisern gespart. Trotzdem reichten die Mittel nicht ganz aus. Durch das Talentefest der Kirche, einige private Spender, die Hilfe der Sparkassenstiftung und das Lidl-Pfand-Spendenprojekt wurde der Traum jetzt wahr.

„Unsere Kunden spenden bundesweit am Pfandautomaten für die Tafeln“, erklärt Lidl-Mitarbeiter Holger Nowak. 10  000 Euro kamen so für die Reinfelder Tafel unter dem Dach der Ev. Kirchengemeinde zusammen. Die Stiftung der Sparkasse Holstein steuerte weitere 5  000 Euro bei. Das Opelhaus machte ein großzügiges Angebot, das weit unter dem Listenpreis liegt. Die anfallenden Betriebskosten sollen nun durch die Vermietung von Werbeflächen auf dem Transporter abgedeckt werden – eine Sponsoring-Methode, die bereits beim Claudius-Mobil der Kirchengemeinde gut funktioniert hat. „Viele Reinfelder Geschäftsleute sind sich ihrer sozialen Verantwortung bewusst“, so Pastor Bernd Berger. Er hofft, dass das Tafel-Mobil bald „ordentlich bunt“ aussieht.“

Gerald Witzmann und sein Team wünschen sich nun einen Kühlraum. „Der Bedarf steigt stetig an. Inzwischen versorgen wir über 350 Bedürftige in Reinfeld und Nordstormarn. Das sind 168 Haushalte“, so der Vorsitzende. 30 Prozent der zu Versorgenden sind Kinder, knapp über 40 Prozent Asylbewerber. Am Donnerstag ist Ausgabe, an zwei weiteren Tagen werden rund 50 Bedürftige beliefert. Witzmann: „Am 2. und 3. sowie 9. und 10. Dezember startet wieder unsere Spendenaktion.“ Schüler der Immanuel-Kant-Schule bitten dann in den lokalen Discountern um „Eins mehr“.

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erstellt am 08.Nov.2016 | 11:23 Uhr

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