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Stormarner Tageblatt

02. Dezember 2016 | 23:17 Uhr

Bad Oldesloe : „Stormarn lebt von der Vielfalt“

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

2017 feiert der Kreis sein 150-jähriges Bestehen mit 150 Veranstaltungen von Kultur und Geschichtstagen bis zur Fahrradtour.

150 Jahre Kreis Stormarn – das soll 2017 groß gefeiert werden. Gemeinsam mit Vereinen, Verbänden und Organisationen werden 150 Veranstaltungen von der Vortragsreihe über Musik und Theater bis zu Fahrradtour angeboten. Höhepunkte sind die Kultur- und Geschichtstage vom 24. April bis 5. Juni, der Erlebnistag in Bad Oldesloe am 24. Juni und der Festakt mit geladenen Gästen am 22. September in Schloss Reinbek.

Vor 150 Jahren, nachdem Schleswig-Holstein 1967 preußische Provinz geworden war, wurden auch die Kreise gegründet. Wilhelm von Levetzau, Amtmann für Reinbek, Trittau und Tremsbüttel wurde der erste Landrat, das Schloss Reinbek sein Dienstsitz. Rund 100 Jahre gab es den Kreis nahezu unverändert. Durch das Groß-Hamburg-Gesetz verlor Stormarn 1937 mehr als die Hälfte seiner 130  000 Einwohner und einen großen Teil seines Gebiets: Die gewerblich geprägten Gemeinden des fast gesamten Hamburger Nordostens. Hinzu kamen die Walddörfer Großhansdorf und Schmalenbeck.

Einen zweiten Aderlass gab es 1970, als Harksheide und Glashütte Teil der neuen Stadt Norderstedt wurden und damit die ersten Stormarner Nachkriegs-Gewerbegebiete an den Kreis Segeberg fielen.

Das und die Lage zwischen den Hansestädten sind Gründe, warum sich die meisten als Ahrensburger, Oldesloer oder Bargteheider fühlen, aber kaum als Stormarner – obwohl der Kreis zu den erfolgreichsten in Deutschland zählt und auch sonst einiges zu bieten hat. „Stormarn lebt von der Vielfalt. Das wollen wir mit den Veranstaltungen zeigen und damit auch die Stormarner Identität schärfen“, sagt Landrat Dr. Henning Görtz, der ebenso wie Kreispräsident Hans-Werner Harmuth stolz auf das umfangreiche Programm ist. „Bei Vereinen, Organisationen, Ehrenamtlichen und Kommunen war sofort die Bereitschaft da, sich zu beteiligen“, betont Harmuth. So sind beim Erlebnistag auch Verbände dabei, die selbst Jubiläum feiern: Kreisfeuerwehrverband (125 Jahre), Kreissportverband (70), sowie Kreisbauernverband und die WAS (60 Jahre).

„Wir wollen die Menschen für den Kreis interessieren“, beschreibt Sigrid Kuhlwein den Charakter der Veranstaltungen. Die SPD-Politikerin und Vorsitzende des Kreiskulturausschusses hatte sich frühzeitig Gedanken zum Jubiläumsjahr gemacht. 2015 gab es eine Kulturkonferenz, in der erste Ideen skizziert wurden, die von Kreiskulturreferentin Tanja Lütje und der Arbeitsgemeinschaft „Stormarn kulturell stärken“ weiterentwickelt wurden. „Das Programm ist gut gelungen, auch wenn ich gerne das Stormarn-Lexikon online gehabt hätte. Das ist aus finanziellen Gründen leider ausgefallen“, so Kuhlwein.

Der Kulturetat von Tanja Lütje (20  000 Euro) und der jährliche Beitrag von „Stormarn kulturell stärken“ (30  000 Euro) fließen 2017 in das Jubiläumsprogramm, für das die Kreispolitik zudem ein Budget von gut 86  000 Euro zur Verfügung stellte.

Alle Daten und Veranstaltungen unter: www.kreisjubiläum.de.

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erstellt am 30.Nov.2016 | 06:00 Uhr

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