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Stormarner Tageblatt

04. Dezember 2016 | 05:04 Uhr

Bad Oldesloe : Spielspaß statt Stolperfalle

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

An der Schule am Masurenweg wird ein Teil der Außenanlagen großzügig umgestaltet. Auch die Toiletten werden erneuert.

Schultoiletten sind ein Reizthema bei Schülern, Lehrern und Eltern. Wohl fast jeder erinnert sich eher mit Grausen an die meist schmutzigen und miefigen Toiletten seiner Schulzeit, in denen heute wie damals auch mal heimlich geraucht wurde. In der Schule am Masurenweg nagt der Zahn der Zeit an den drei Toilettenblöcken im Gebäude, die deshalb jetzt großzügig renoviert werden sollen.

„Unsere Schule ist 44 Jahre alt und die Toiletten sind in einem recht alten Zustand. Da muss alles erneuert werden, von den Fliesen über die Becken bis zu den Fußböden“, sagt Schulleiter Matthias Welz und freut sich, dass der Schulverband, in dem 22 Vertreter aus elf Gemeinden und der Stadt sitzen, bereits grünes Licht für die dringende Erneuerung gegeben hat.

Der ersten Toilettenblock soll bereits in Kürze in Angriff genommen werden, so dass er zum neuen Schuljahr fertig ist. Die beiden anderen folgen im nächsten und übernächsten Jahr. Die fälligen Arbeiten sind mit jeweils 17  800 Euro pro Sanitärblock nicht ganz billig. Doch Harald Lodders ist zufrieden. „Die Kosten, die aus einer Umlage von den Gemeinden und der Stadt finanziert werden, sind geringer, als in der Planung zunächst veranschlagt“, ist der Schulverbandsvorsteher erfeut.

Wesentlich teuer kommt da die Neugestaltung eines Teils des großen Schulhofes der Grund- und Gemeinschaftsschule mit zurzeit 740 Schülern. Vor einer grünen Wiese mit Schaukeln und Rutsche befinden sich auf einer Länge von rund 50 Metern Gehwegplatten, die sich im Laufe der Jahrzehnte abgesenkt haben oder zerbrochen sind. „Dadurch haben sich gefährliche Stolperecken und -kanten gebildet“ sagt Matthias Welz. Deshalb werden in den Sommerferien die alten Steinplatten entfernt und durch bunte Verbundsteine ersetzt. Ein neues Drainagesystem soll zudem für trockene Füße auch nach Regenschauern sorgen, Pfützen im Spielbereich sind dann tabu. 90  000 Euro lässt sich der Schulverband diese Maßnahme kosten.

Ebenfalls in den Sommerferien entsteht an einer großen Ziegelwand der hinteren Turnhalle etwas völlig Neues und Spektakuläres: Eine so genannte Outdoor Boulderwand. Diese mehr als 15 Meter lange und 3,60 Meter hohe Kletterwand bietet Kindern in den Pausen die Möglichkeit, nach Herzenslust herumzuklettern, wobei die Wand in drei verschiedene Schwierigkeitsgrade unterteilt werden soll. Knackpunkt ist allerdings noch die Finanzierung der Kosten in Höhe von rund 20  000 Euro, denn die muss die Schule zum größten Teil selbst tragen. 14  400 Euro kommen aus dem Programm „Schüler sorgen für ihre Schule“, bei dem die Schüler an zwei Tagen in der Woche ihre Klassenräume selbst ausfegen und auf diese Weise Geld eingespart wird, das Schulprojekten zugute kommt.

Außerdem sind im September ein Sponsorenlauf und ein großer Flohmarkt geplant, der dem Kletterwand-Projekt zugute kommen soll. „Gerade haben wir außerdem 14 neue PCs und 300 Stühle für die Aula gekauft. Die Schule ist also sehr gut aufgestellt“, freut sich Harald Lodders.


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erstellt am 05.Jul.2016 | 06:00 Uhr

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