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Stormarner Tageblatt

09. Dezember 2016 | 20:32 Uhr

Trittau : SPD möchte mehr Kinderbetreuung

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Die Sozialdemokraten verabschieden bei ihrem außerordentlichen Kreisparteitag eine Resolution zur Kinderbetreuung. Sie soll ausgeweitet und die Finanzierung neu geregelt werden.

„Gute Kinderbetreuung in Stormarn“, unter diesem Begriff verabschiedete die SPD eine Resolutionmit der Kernaussage, dass alle Kinder unabhängig ihrer Herkunft bestmöglich entsprechend ihrer Fähigkeiten und Fertigkeiten betreut und gefördert werden sollen. Auf dem außerordentlichen Kreisparteitag in Trittau sprach auch Ministerpräsident Torsten Albig.

Die Stormarner Genossen fordern ausgeweitete Betreuungszeiten in den Kitas, eine Neuordnung der Kita-Finanzierung und mehr Teilzeitmöglichkeiten für Arbeitnehmerinnen. „Außerdem ist ein qualitativ hochwertiges, vielfältiges und bedarfsgerechtes Kinderbetreuungsangebot eine wichtige Voraussetzung für die gleichwertige Teilhabe von Müttern und Vätern am Erwerbsleben“, heißt es weiter.

Die Resolution fordert unter anderem die schrittweise Einführung einer landesweiten, kostenlosen Kinderbetreuung, bis dahin soll die Beitragshöhe maximal die Höhe des Kindergeldes betragen. Eine Absenkung der Gruppengrößen und eine bessere Bezahlung der Betreuer sind weitere Forderungen.

Die Perspektive der Eltern brachten Florian Rustedt, Kathrin Duskat und Christian Löffler vom Kreiselternbeirat ein. Rustedt, verdeutlichte mit Legosteinen das Verhältnis zwischen Betreuungszeiten und zu geringem Personalschlüssel – „ein Erzieher muss ständig da sein, es gibt aber Tage, an denen eine Einrichtung wegen Krankheit geschlossen bleibt.“ Zugleich forderte er eine landesweite Kita-Datenbank.

Martin Habersaat, der in der Kommission für das Regierungsprogramm ab 2017 mitgearbeitet hat, sprang für den erkrankten Kommissionsvorsitzenden Sönke Rix ein und erläuterte die Vorhaben. So soll das Kita-Geld in bis 2020 ausgeweitet und danach so lange erhöht werden, bis eine die kostenfreie Grundversorgung erreicht ist.

In einem Ergänzungsantrag der SPD Bargteheide zum außerordentlichen Landesparteitag am 26. November in Neumünster wird die Landesregierung aufgefordert, die gebundene Ganztagsschule an Grundschulen einzuführen. Angenommen wurde auch ein Antrag von Eckhart Kuhlwein aus Ammersbek, dem Programm 2017 eine Präambel voranzustellen, in der es unter anderem heißt: „Unsere Leitthemen sind Arbeit, Bildung und Innovation, unser Kompass ist und bleibt soziale Gerechtigkeit, die Gleichstellung von Mann und Frau sowie der engagierte Schutz von Natur und Umwelt.“

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erstellt am 13.Nov.2016 | 14:02 Uhr

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