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Stormarner Tageblatt

05. Dezember 2016 | 05:30 Uhr

SPD hat große Bedenken

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Elf Einwendungen gegen Bebauungsplan Lindenhof / Zahlreiche Fragen noch ungeklärt

Die SPD Ahrensburg lehnt den Bebauungsplan für den Lindenhof ab. Der Ortsverein Ahrensburg hat gegen den B-Plan Nr. 94 elf Einwendungen mit detaillierten Erläuterungen vorgelegt. „Die Innenstadt Ahrensburgs ist ein komplexes System, und es ist kontraproduktiv für die Entwicklung, an einer Stelle ohne Rücksicht auf das Gesamtsystem Veränderungen vorzunehmen,“ kritisiert der Ortvereinsvorsitzende Jochen Proske.

Mit den Stimmen von CDU und Grünen war in der Stadtverordnetenversammlung im Juni die Aufstellung des vorhabenbezogenen B-Plans beschlossen worden. Auf dem 10  000 m² großen Gelände des ehemaligen Lindenhofs gegenüber des Bahnhofs ist ein bis zu sechsgeschossige Bebauung mit Einzelhandel, Büros und Arztpraxen sowie Wohnungen geplant.

Ein Streitpunkt waren die wegfallenden Parkplätze, je nach Rechenart zwischen 150 und 300. Geplant waren nur rund 60 Tiefgaragen-Parkplätze – bei 60 Wohnungen. Zuletzt war das noch mal um 17 Plätze aufgestockt worden, was den Kritikern aber bei weitem nicht reicht. Von den als Abstand gezahlten 500  000 Euro soll das Parkhaus am Bahnhof aufgestockt werden, beschlossen ist das aber nicht.

Das ist auch ein Punkt der SPD-Einwendungen, deren Forderungen aber grundsätzlicher sind. Es müsse geklärt werden, wie sich die Verkehrsströme entwickeln sollen, wie Fußgänger und Radfahrer die Innenstadt erreichen oder durchqueren sollen und wie ausreichend Parkplätze bereitgestellt werden können. Auch den geplanten Bau der S  4 müsse man berücksichtigen, so Proske: „Erst wenn wir diese grundlegenden Fragen beantwortet haben, können wir seriös über eine Entwicklung auf dem Lindenhof-Grundstück entscheiden.“ CDU und Grüne würden „nicht nach rechts und nicht nach links schauen“, kritisierte der SPD-Vorsitzende.

Einzelne Punkte der SPD sind die gläserne Lärmschutzwand zwischen den Gebäudeteilen, die eine Trichterwirkung haben könnte, ein zu schmaler Geh- und Radweg an der nördlichen Kante der Bebauung sowie das Abknicken dieses Weges. Und für die Radroute A  4 zwischen der Unterführung entlang der Bahnhofstraße zum Wulfsdorfer Weg sei nicht nachgewiesen, dass dafür keine Teil Lindenhof-Grundstücks benötigt werde.

Die SPD sei nicht grundsätzlich gegen eine Entwicklung des Areals, aber eine Überplanung müsse in eine Gesamtplanung eingebettet sein, „der sämtliche Verkehrs-‐ und Wegebeziehungen zwischen Bahnhof, Hagener Allee, AOK-Kreuzung und Hamburger Straße bis zum Wulfsdorfer Weg umfasst“, so Proske.

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erstellt am 10.Aug.2016 | 15:10 Uhr

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